Seine Herausforderung ist die gleiche wie für so viele andere Wirtschaftsführer: den ­richtigen Mix aus Tradition und Innovation zu finden. Die Pullover, die er im Internet kauft, sind dabei mehr Symbol als Kleidungsstück: «Man darf sich nicht von Formalitäten einengen lassen. Man muss ausgetrampelte Pfade verlassen. Man darf nicht vorhersehbar sein. Wer vorhersehbar ist, wird von der Konkurrenz schneller eingeholt.» Dieses Credo gilt auch für das führende Schweizer Wirtschaftsmagazin. Sie halten eine überarbeitete BILANZ in der Hand, die Neues bietet, gleichzeitig aber an ­Bewährtem festhält. Wir haben unser Layout aufgefrischt und inhaltliche Neuerungen vorgenommen: Die Start-Strecke enthält neue Gefässe wie «Das Duell», die Auftaktseiten zu den Ressorts wurden überarbeitet, der Multimedia-Teil ausgeweitet, das Kolumnisten-Team mit dem Verlagsunternehmer Kurt Zimmermann und dem «Financial Times»-Autor Wolfgang Münchau verstärkt. Gleichzeitig pflegen wir die Tradition: Die Heftarchitektur mit den fünf Ressorts behalten wir genauso bei wie die tiefgehende Recherche mit exklusivem Anspruch. Auch hier dient Sergio Marchionne als gutes Beispiel: Kein Manager prangte auf so vielen Titelblättern der Welt, weshalb der Italo-Kanadier derzeit den Kontakt mit der Presse stark reduziert. Für BILANZ-Autor Erik Nolmans nahm er sich aber 45 Minuten Zeit und telefonierte mit ihm aus Detroit. Den scheuen Fiat-Erben John Elkann konnte Nolmans für seine Recherche persönlich treffen. Erst dann entsprach der Artikel ­unseren Ansprüchen – getreu Marchionnes Motto: «Man muss ambitiöse Ziele setzen. Ein halber Zentimeter pro Tag löst kein Problem in der Geschäftswelt.»
Anzeige