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Editorial: 30 Jahre Wirtschaftsgeschichte

Die Fotografie zeigt einen Mann mit hoher Stirn und stechendem Blick. Dass sich ein Topmanager – Paul H. Müller, Vorsitzender der Alusuisse-Geschäftsleitung – auf dem Titelblatt einer seriösen Wirtschaftspublikation wieder fand, war eine Premiere im Land. Das war vor exakt 30 Jahren.

Von Stefan Barmettler
07.12.2007

BILANZ, das Schweizer Wirtschaftsmagazin, das damals noch die Unterzeile «Schweizer WirtschaftsRevue» führte, lag erstmals in den Chefetagen, in den Büros und an den Kiosken auf. Es war der Beginn einer Erfolgsgeschichte, als Blaupause vorgezeichnet von den Gründern Beat Curti und Andreas Z’Graggen. Jean-Frey-Geschäftsführer Curti und Chefredaktor Z’Graggen schrieben in der ersten Nummer programmatisch: «Wir wollen die Wirtschaft weniger als ein abstraktes Monstrum von Branchen, Umsatzzahlen, Produktionseinheiten und Kostenstellen sehen, sondern als ein Gebilde, das zu einem guten Teil von Unternehmern geschaffen und mehr oder weniger flott in Schwung gehalten wird.»

Ein mutiger Ansatz für die bis dato eher betuliche Wirtschaftspublizistik, gewiss aber innovativ, wegweisend – und erfolgreich. Das Wirtschaftsmagazin hat in den letzten drei Jahrzehnten über sämtliche wichtigen Exponenten der Wirtschaft geschrieben, meist wohlwollend, gelegentlich und wenn angezeigt selbstverständlich auch kritisch.

So ist das Cover dieser Jubiläumsausgabe zu verstehen – als Wirtschaftsgeschichte der Schweiz und, wie Curti und Z’Graggen im ersten Editorial vorgaben, nicht als Abarbeiten von Umsatzzahlen, Produktionseinheiten und Kostenstellen. Als Hommage an all jene Unternehmer und Manager, welche die BILANZ begleitet haben. Ihnen allen, 47 Persönlichkeiten, die mit ihrer Unterschrift einen Beitrag zur exklusiven Gestaltung der Jubiläumsausgabe lieferten, sei an dieser Stelle herzlich gedankt.

Im Jubiläumsteil ab Seite 69 präsentieren wir Ihnen weitere Exklusivitäten. Darunter ein Interview mit Beat Curti, der beschreibt, wie er nach wenig liebevollen BILANZ-Artikeln in der «Kronenhalle», seinem Lieblingslokal in Zürich, von einem enervierten Manager coram publico als «BILANZ-Sauhund» tituliert wurde.

Zum Jubiläumsheft gehört weiter ein breites Internetangebot. Blättern Sie online durch 30 Jahre BILANZ, wählen Sie Ihr Lieblings-Cover aus, testen Sie Ihr Wissen in Makroökonomie und Management. Oder begeben Sie sich ins Jubliäumsforum. Schreiben Sie uns Ihre Anregungen, Ihre Kritik, Ihre Wünsche, oder diskutieren Sie ganz einfach mit. Unser E-Angebot finden Sie auf der speziellen Website www.bilanz.ch/jubilaeum.

Im grossen BILANZ-Gespräch kommt ab Seite 128 der Chef der Deutschen Bank, Josef Ackermann, zu Wort. Banker und Interviewer kennen sich seit Jahren, hat doch BILANZ-Autor Erik Nolmans eine viel beachtete Biografie über Ackermann verfasst.

Ein letzter Hinweis: Unser geschätzter Kolumnist Oswald Oelz hat kürzlich ein feines Buch aufgelegt. BILANZ-Leserinnen und -Leser wissen Professor Oelz, den ehemaligen Chefarzt am Triemli-Spital in Zürich, passionierten Bergsteiger und grandiosen Formulierer, längst zu schätzen. In seinem Buch «Adrenalin, Bullshit und Chemotherapie» spannt der BILANZ-Kolumnist den Bogen weit – von A wie «Adrenalin» über E wie «Einkommen» bis Z wie «Zu guter Letzt». Das Vorwort hat der frühere BILANZ-Chefredaktor Medard Meier geschrieben, erschienen ist das Oelz-Werk im Echtzeit Verlag.

Und nun wünschen wir Ihnen viel Vergnügen bei der Lektüre!

Stefan Barmettler, Mitglied Chefredaktion BILANZ

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