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Dieses Start-up scannt Kunstwerke en détail

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Scannen Kunstwerke: Die Artmyn-Gründer. Tina Sturzenegger

Viel feiner als bisherige Technologie kann das Start-up Artmyn Kunstwerke scannen. Potenzielle Kunden sind Versicherungen, um Schäden festzustellen, sowie Auktionshäuser.

Die Geschäftsidee?
Ein tragbarer Scanner, der Kunstwerke inklusive der Beschaffenheit ­ihrer Oberfläche mit viel ­höherer Auflösung als bisher digitalisiert, und die Software, um dies im Browser und auf dem Tablet auch in 3-D anzuzeigen. 


Wie ist sie entstanden?
2011 im Labor von Martin Vetterli, heute Direktor der EPFL.

Warum der Name?
Die Interaktion mit einer Artmyn-­Datei vermittelt das Gefühl, das Kunstwerk («Art») in den eigenen Händen zu halten. Und «myn» heisst «mein» auf Isländisch – die Muttersprache der Frau eines der Co-Gründer.

Woher stammt das Startkapital?
Als akademisches Projekt bekam Artmyn Zuwendungen von Google und dem Staat via Kommission für Technologie und Innovation (KTI). Seit der Firmengründung 2016 haben sich VCs und Privat­investoren beteiligt.

Womit erzielen Sie die Umsätze?
In einer ersten Phase durch innovative Scan-Dienste und -Produkte. Daraus entsteht eine Datenbank, die in Phase zwei monetarisiert wird.

Die Vision?
Artmyn wird das Spotify für Kunst und ein digitaler Safe, der unser Kulturerbe schützt. Weitere An­wen­dungs­fel­der­ sind Diamanten und die Haut.

Die grosse Stärke?
Ein leidenschaft­liches Team, das sich gut ergänzt. Es vereint Wissenschaft, Kunst und ­Business. Ausserdem sehr erfahrene und hilfreiche Investoren.

Die grösste Herausforderung?
Die Geschwindigkeit zu erhöhen, mit der die Werke gescannt und die Gigabytes an Daten verarbeitet werden. Im März konnten wir dies um Faktor zehn beschleunigen.

Der bisher grösste Erfolg?
Artmyn konnte schneller als geplant Schlüsselpartnerschaften mit Bran­chen­­führern wie Sotheby’s und Axa Art etablieren.

Das Überraschendste bisher?
Dass die ersten Investoren aus dem Silicon Valley kommen – eher ungewöhnlich für ein Schweizer Start-up.

Der nächste Schritt?
Artmyn als ­globalen Standard in der Kunstszene etablieren, neue Entwicklungsprojekte lancieren, um Haut und Diamanten zu scannen, und die Series-A-Finanzierung vorbereiten.

Website: www.artmyn.com // Gegründet: Juni 2016 // Firmensitz: Saint-Sulpice VD // Gründer: Alexandre Catsicas (30), CEO; Loïc Baboulaz (38), CTO; Julien Lalande (33), Chief Product Officer; Matthieu Rudelle (24), Head of Web & Infrastructure // Anzahl Mitarbeiter: 7 // Umsatzziel für 2017: < 1 Million Franken // Profitabel ab: 2020.

 

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