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Diese Manager sind Europas Top-Verdiener

Konzernchefs europäischer Grosskonzerne verdienen sich eine goldene Nase. Das zeigt auch eine aktuelle Studie: Dabei arbeiten acht der zehn Top-Verdiener für britische und Schweizer Konzerne.

Veröffentlicht 06.07.2016

Der Inder Rakesh Kapoor ist der bestbezahlte Vorstandschef eines europäischen Grosskonzerns. Der Chef des britischen Konsumgüter-Konzerns Reckitt Benckiser löste nach einer Studie der Vergütungsberatung hkp im vergangenen Jahr den zurückgetretenen VW-Chef Martin Winterkorn ab, der die Rangliste in den Jahren davor angeführt hatte.

Der 57-jährige Kapoor kam nach den Expertenberechnungen auf ein Gehalt von 17,8 Millionen Euro, auf den weiteren Plätzen folgen Carlos Brito von der Brauerei Anheuser-Busch (14,2 Millionen Euro) und Severin Schwan, der beim Schweizer Pharma-Konzern Roche 14,1 Millionen Euro bekam.

Topverdiener meist bei Schweizer und britischen Konzernen

Die Vergütungsexperten von hkp hatten die Gehälter von Vorstands- und Aufsichtsratschef der 76 grössten börsenkotierten Unternehmen in Europa unter die Lupe genommen. Acht der zehn Top-Verdiener arbeiten für britische und Schweizer Konzerne.

Für hkp-Partner Michael Kramarsch kommt das nicht überraschend. «Das sind die Länder, die am intensivsten über den Atlantik blicken», sagte er am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. «Es ist allerdings fraglich, ob die Briten nach dem Brexit ihre Spitzenposition halten können.»

Im Dow-Jones-Index der 30 grössten US-Konzerne führte 2015 Walt-Disney -Chef Robert Iger mit umgerechnet 38 Millionen Euro. Der Durchschnittsverdienst der US-Konzernbosse liegt bei 15 Millionen Euro, vor allem weil die Boni dort 90 Prozent der Vergütung ausmachen. Die Fix-Vergütungen in Europa sind laut hkp im Schnitt sogar höher als in den USA.

Die Vorstandschefs der 14 deutschen Top-Unternehmen liegen im Schnitt bei 5,1 Millionen Euro und damit unter dem Mittel im Europa (6,5 Millionen).

Steigende Gehälter trotz sinkender Gewinne

Im Vergleich zum Vorjahr sind die Vergütungen der führenden Konzern-Chefs in Europa um knapp zehn Prozent gestiegen, während die Nettogewinne um 18 Prozent schrumpften. Kramarsch sieht den Grund darin, dass die Gehälter bei schlechten Geschäftszahlen weniger stark sinken als sie bei guten steigen. Im Fünf-Jahres-Vergleich verdienten die Firmenchefs der Studie zufolge aber nur sechs Prozent mehr - das ergibt eine jährliche Steigerung von gerade 1,4 Prozent.

(sda/ccr)

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