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Die Immobilienvermittlung von morgen: virtuell oder persönlich?

Von Andrea Fischer (ImmoScout24)* (für ImmoScout24), am 2016-11-21
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Im Oktober führte ImmoScout24 in Zusammenarbeit mit der BILANZ zum ersten Mal den Immovation-Talk durch. Drei Podiumsgäste diskutierten über Chancen und Risiken der Digitalisierung in der Branche.

Rund 60 Personen aus der Immobilienbranche waren der Einladung von ImmoScout24 und der BILANZ gefolgt und nahmen am 1. Immovation-Talk im Zürcher Meylenstein teil. Dirk Ruschmann, Redaktionsleiter der BILANZ, begrüsste die Anwesenden und führte durch die Podiumsdiskussion zum Thema «Die Immobilienvermittlung von morgen: virtuell oder persönlich?». Claude Ginesta (Immobilientreuhänder, CEO und Inhaber der Ginesta Immobilien AG), Nikolai Roth (Gründer und CEO von Maklaro.de) sowie Dieter Sommer (Immobilientreuhänder und CEO der Privera AG) waren die Podiumsteilnehmer.

Verwaltungsprozesse automatisieren

Dass die Digitalisierung die Immobilienbranche längst erreicht hat und Innovationen im digitalen Bereich die Geschäftsprozesse von Immobilien-Dienstleistern weiterhin verändern werden, darüber waren sich auch die Podiumsteilnehmer einig. Dennoch sei mit Bedacht aus den vielen digitalen Innovationen, die wie Pilze im Herbst aus dem Boden spriessten, auszuwählen, sagte Claude Ginesta. Und Privera-CEO Dieter Sommer ergänzte, dass die Digitalisierung als Hilfsmittel und nicht als Unternehmensphilosophie betrachtet werden müsse. Sie werde insbesondere im Verwaltungsbereich helfen, Prozesse zu automatisieren, Qualitätsmängel zu reduzieren und die Effizienz zu steigern.

Mehr Zeit für die Kundenberatung

„Mit einem digitalen Rundgang lässt sich Zeit sparen, die wir für die Beratung unserer Kunden aufbringen können“, so Sommer. Beim Startup-Unternehmen Maklaro.de, dem grössten digitalen Immobilienmakler Deutschlands, ist derweil die gesamte Kaufabwicklung digital und zentral von Hamburg aus gesteuert. Den Verkäufer bekommt die Firma dabei selten persönlich zu Gesicht. Ein Geschäftsmodell, das gemäss Ginesta in der Schweiz aufgrund des finanziellen Wertes einer Immobilie eher wenig Anklang finden würde: „In Deutschland kostet eine Liegenschaft 100‘000 bis 300‘000 Euro, da ist die emotionale Bindung zum Objekt kleiner als in der Schweiz, wo ein Objekt durchschnittlich 900‘000 Franken kostet. Die Verkäufer haben weniger den Anspruch, den besten Makler zu finden, als den günstigsten mit den besten Verkaufsaussichten.“ Auch Dieter Sommer ist überzeugt, dass Werte wie Transparenz und Vertrauen zukünftig in der Immobilienbranche wieder an Bedeutung gewinnen und der Faktor Mensch im Immobiliengeschäft immer seine Berechtigung haben werde.