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Der Milliarden-Dollar-Deal: Ryanair ordert bei Boeing

Ryanair hat bei Boeing 200 neue Maschinen in Auftrag gegeben.  Keystone

Ryanair ist auf Milliarden-Einkaufstour: Europas grösster Billigflieger hat bei Boeing 200 neue Flugzeuge in Auftrag gegeben. Die Platzhirsche aus Deutschland und Frankreich sind alarmiert.

Veröffentlicht 08.09.2014

Ryanair hat bei Boeing 200 neue Flugzeuge in Auftrag gegeben. Die Order für das modernisierte Kurz- und Mittelstreckenmodell 737 MAX umfasse 100 feste Bestellungen und 100 Optionen, teilte Europas grösster Billigflieger am Montag mit. Laut Liste kosten die Maschinen insgesamt rund 22 Milliarden Dollar, üblicherweise gibt es aber deutliche Rabatte. Ryanair-Chef Michael O'Leary hatte schon bei der Luftfahrtmesse Le Bourget im Juni die Bestellung in Aussicht gestellt und erklärt, wenn der Auftrag nicht mindestens 200 Flugzeuge umfasse, «wäre es die Sache nicht wert».

Das Flugzeug bietet Platz für 197 Passagiere und damit rund zehn mehr als das derzeit eingesetzte Modell, wie Ryanair weiter mitteilte. Gegenüber den zurzeit eingesetzten Flugzeugen könnten 18 Prozent an Kerosin eingespart werden. Wegen der grossen Nachfrage von Billigfliegern bauen Boeing und der europäische Rivale Airbus die Sitzplatz-Kapazitäten ihrer Flugzeuge aus. Für die Billiganbieter wird dadurch der Betrieb der Maschinen lukrativer.

2013 hatte Ryanair bereits 175 Maschinen bestellt

Erst im vergangenen Jahr hatte Ryanair für 15,6 Milliarden Dollar 175 Maschinen der alten Version der 737 bestellt. Auch nach der Prüfung des neuen Modells hielt O'Leary daran fest, wie er noch im Juli sagte. Reuters hatte bereits am Freitag darüber berichtet, dass Ryanair und Boeing in den letzten Zügen ihrer Verhandlungen über eine Bestellung von 100 Flugzeugen sei.

Ryanair ist derzeit erfolgreicher unterwegs als Traditions-Airlines wie die Lufthansa oder Air France. Im Gegensatz zu den beiden erhöhten die Iren zuletzt ihre Gewinnprognose. Nachdem Ryanair sein Image bei den Kunden aufpoliert hat, spürt die Airline neuen Auftrieb. Mit speziellen Angeboten will Rynair nun auch verstärkt Geschäftsleute für sich gewinnen. Die Platzhirsche aus Deutschland und Frankreich sind alarmiert und schicken selbst Billigtöchter ins Rennen.

(reuters/ccr)

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