Verkaufsautomaten haben Vorzüge: Konsumenten kommen sofort und unabhängig von gängigen Öffnungszeiten zum schnellen Bissen oder zum schnellen Schluck. Das zeichnet die Vertriebsform seit Jahrzehnten aus. Nun setzt auch Nespresso auf Auto­maten – aber ohne schnellen Schluck. «Nespresso Cube» heissen die riesigen Würfel, die in diesen Wochen still und leise und ohne grosses PR-Brimborium lanciert worden sind. Ein erster Vertreter dieses «Automated Retail Concept», wie es bei Nespresso heisst, wurde am Flughafen ­Barcelona platziert, weitere Automaten ­folgen in Spanien und Portugal.

Auch für Normalos

25 000 Kapseln stapeln sich in den Maschinen, per Tastendruck rückt ein Roboterarm aus, um die gewünschte Kaffeebestellung auszuliefern. Allerdings nicht trinkfertig, sondern in der üblichen Kapselschachtel. Man starte das Automatenformat, heisst es bei Nespresso, um so auch Standorte zu besetzen, wo man sich mit den traditionellen Boutiquen nicht positionieren könne.

Die Welt­premiere im krisengeschüttelten Spanien wird mit der besonderen Hingabe der Iberer zum Kapselkaffee aus dem Haus Nespresso erklärt. Members können die Kapseln per Club-Card ordern; der Automat steht daneben aber auch Normalos offen. Bei Erfolg soll der Kapselkaffee-Roboter auch in anderen Märkten lanciert werden. Konkrete Daten oder Länder mag man bei Nespresso aber noch nicht nennen. 

Anzeige
Anzeige