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Datenschützerin soll Facebook sicherer machen

Facebook unter der Lupe: Immer wieder werden private Daten aus Facebook extrahiert. (Bild: Keystone)

Facebook hat nach zahlreichen Skandalen eine eigene Datenschutzbeauftragte eingestellt. In den letzten vier Jahren hatte das soziale Netzwerk mehrere Pannen mit Nutzerdaten zu verbuchen.

Veröffentlicht 14.09.2011

Facebook reagiert auf die Anschuldigungen zahlreicher Nutzer, zu unsorgfältig mit privaten Nutzerdaten umzugehen. Das Unternehmen ernennt nun eine eigene Datenschützerin: Erin Egan soll ihren Job Mitte Oktober in Washington antreten.

Ergan ist Anwältin in der Kanzlei Covington & Burling und berät  vorwiegend grosse Unternehmen bei Datenschutz-Angelegenheiten. Sie war erst kürzlich unter die besten 45 Anwälte unter 45 Jahren gewählt worden.

Überfällige Reaktion

Der Grund für diesen Neuzugang: in den vergangenen Jahren wurden zahlreiche Fälle bekannt, in denen Facebook private Daten von Benutzern an dritte weitergegeben hatte.  Eines dieser Datenlecks zum Beispiel betraf User, welche Facebook-Anwendungen wie Farmville von Zynga installiert hatten. Private Daten der Nutzer, wie persönliche Alben oder sogar Chatprotokolle, konnten dann von Werbekunden des sozialen Netzwerkes frei eingesehen werden. Dieses gewaltige Datenleck wurde erst nach vier Jahren entdeckt und gestopft.

In einem anderen Fall im Juni sorgte ein Programm namens «FaceNiff» für Aufregung, mit dem man via drahtlosem Netzwerk fremde Facebook-Konten knacken konnte. Mit der Gratis-Applikation ermöglichte der Entwickler nicht nur den Einblick in fremde Facebookdaten, sondern auch das Stehlen der betroffenen Konten.  Der Programmierer wollte damit aufzeigen wie einfach der Datenklau zu bewerkstelligen ist und hielt zum Beweis sein Erfolg in einem Video fest.

Ob die neue Datenschutzbeauftragte an der Flut von Datenschutz-Skandalen und Sicherheitsproblemen etwas ändern kann, soll sich nun zeigen.

(kgh/laf/sda)

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