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Das Tourismuswachstum kennt keine Grenzen

Touristin: So hoch war das Tourismuswachstum zuletzt vor sieben Jahren.  Pixabay

Die Terrorgefahr kann den Tourismus nicht bremsen: Die Zahl der Reisenden weltweit steigt stark - profilieren kann sich Europa. Der Branche winken zudem rosige Zukunftsperspektiven.

Veröffentlicht 08.09.2017

Trotz Terrorgefahr befindet sich der globale Tourismus im Hoch. Die Zahl der Touristen weltweit ist im ersten Halbjahr um 6,4 Prozent gestiegen – der höchste Anstieg seit sieben Jahren. Besonders beliebt war die Mittelmeerregion.

Wie die Welttourismusorganisation (UNWTO) am Donnerstag bekanntgab, gab es zwischen Januar und Juni 598 Millionen internationale Touristen, das waren 36 Millionen Menschen mehr als im ersten Halbjahr 2016.

Entspannung hat positiven Effekt

Gründe für die gestiegenen Reisezahlen waren der in Madrid ansässigen UNO-Organisation zufolge ein höheres Vertrauen sowie eine grössere Nachfrage nach Reisen in ertragreiche Märkte wie die USA, China, Grossbritannien und Frankreich.

Die erste Jahreshälfte zeige ein «gesundes Wachstum» in einem immer belastbareren Tourismusmarkt, erklärte UNWTO-Generalsekretär Taleb Rifai. In vielen Regionen, die noch im vergangenen Jahr mit Sicherheitseinschränkungen zu kämpfen hatten, entspanne sich die Lage.

Europa kann glänzen

«Besonders stark» stieg der Tourismus im Mittelmeerraum an, darunter auch in Ländern wie Ägypten, Tunesien und der Türkei, erklärte die Organisation. Nach Südeuropa und in die europäische Mittelmeerregion reisten zwölf Prozent mehr Menschen, der Nahe Osten stieg um knapp neun Prozent. Die am meisten besuchte Region ist Europa insgesamt – hier gab es einen Anstieg von 7,7 Prozent.

Seit der Finanzkrise 2009 ist der Sektor gemäss UNWTO jährlich um rund 4 Prozent gewachsen. Dieses hohe Wachstumstempo soll sich fortsetzen. Für das gesamte Jahr erwartet die UNWTO erneut einen Tourismuszuwachs von drei bis vier Prozent. Bis 2030 soll die Zahl der Reisenden von heute 1,2 Milliarden auf 1,8 Milliarden ansteigen, wovon gemäss Rifai alle Regionen profitieren werden.

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(sda/jfr)

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