Über 100 Seiten fasst der neue vergleichende Wirtschaftsbericht der Weltbank. Darin untersucht die Washingtoner Organisation alle möglichen Indikatoren rund um die ökonomische Entwicklung in fast 200 Ländern rund um den Globus. Ein Kernergebnis, das vor allem für die Schweizerinnen und Schweizer von Interesse ist: Die Eidgenossenschaft ist der Untersuchung zufolge die teuerste Volkswirtschaft der Welt.

Selbst in den nordischen Ländern Norwegen (Rang zwei hinter der Schweiz), Dänemark und Schweden ist das Preisniveau niedriger. Ebenso in der Steueroase Bermuda und in Australien.

Mehr als doppelt so hoch wie im Durchschnitt

Der entsprechende Indexwert für die Schweizer Preise liegt für das Jahr 2011 bei fast 210 – gegenüber dem Durchschnitt von 100 für die gesamte Welt. Damit lässt sich zudem festhalten: Die Schweizer Preise sind mehr als doppelt so hoch wie im Rest der Welt. Um Länder rund um den Globus untereinander vergleichen zu können, bewertete die Weltbank alle in einem Korb berücksichtigten Güter und Dienstleistungen in US-Dollar.

Laut Weltbank rangiert die US-Wirtschaft als grösste Ökonomie der Welt im globalen Preisvergleich auf dem 25. Rang hinter vielen grossen Hocheinkommensländern wie Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Kanada und Japan. Am anderen Ende der Skala befinden sich viele Entwicklungsländer: Am niedrigsten sind die Preise der Weltbank zufolge in Myanmar, Äthiopien und Laos.

Gleichzeitig rangiert die Schweiz beim vergleichbaren Einkommen pro Kopf jedoch nicht ganz oben, sondern nur auf dem weltweit 10. Rang. Die Kaufkraft ist demnach in Ländern wie Katar, Macau, Luxemburg, Kuweit und Brunei am höchsten. In insgesamt acht Ländern – darunter Malawi, Mosambik und Liberia – müssen die Menschen mit weniger als 1000 Dollar im Jahr auskommen.

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