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Das Geschäft mit Sportartikeln verschärft sich

Sportartikel: Ein Traditions-Image ist für Hersteller kein Erfolgsgarant mehr.  Bloomberg

Unter den Sportartikelherstellern verschärft sich der Kampf um die Gunst des Kundens. Ein Überblick über die Performance des Weltmarktführers und seiner Gefolgschaft.

Veröffentlicht 06.08.2015

Es ist noch immer ein lukratives Geschäft: Firmen, die es schaffen, die Kunden für ihre Sportartikel zu begeistern, können hohe Gewinne einfahren. Der Kampf um die Kundengunst hat sich aber verschärft. Wer als Sportartikelunternehmen überleben will, muss weltweit gut aufgestellt sein.

Doch selbst ein Traditions-Image ist für Hersteller kein Garant mehr für steigende Umsätze und Gewinne. Gefragt sind die Nähe zum Kunden und Flexibilität. Sportartikelhersteller müssen sich dazu ständig neu erfinden.

Nike, der Weltmarktführer

Das US-Unternehmen Nike ist weiterhin weltweit die Nummer eins unter den Sportartikel-Herstellern. Mit einem Jahresumsatz von umgerechnet 27,87 Milliarden Euro im Jahr 2014 rangiert es mit deutlichem Abstand vor der weltweiten Nummer zwei, dem deutschen Unternehmen Adidas.

Mit dem Verkauf von Sportschuhen und Sportkleidung erwirtschaftete Nike im vergangenen Jahr trotz des starken Dollar-Kurses einen Gewinn von umgerechnet 2,97 Milliarden Euro. «2014 war ein herausragendes Geschäftsjahr», freute sich Nike-Chef Mark Parker bei der Vorlage der Jahresbilanz.

Adidas, der Verfolger

2014 war für Adidas ein schwieriges Jahr - inzwischen gewinnt der deutsche Sportartikel-Hersteller aber wieder an Tempo. Dank der Zuwächse bei den Marken Adidas und Reebok und kräftig unterstützt vom schwachen Euro legte der Umsatz im zweiten Quartal um 15 Prozent auf 3,9 Milliarden Euro zu. Im Jahr 2014 hatte sich Adidas bei einem Umsatz von 14,5 Milliarden Euro (plus 2,3 Prozent) mit einem Gewinn von 642 Millionen Euro zufriedengeben müssen - einem guten Fünftel weniger als im Jahr 2013. Neben Einbrüchen in der Golfsparte belasten Währungsschwankungen allerdings weiterhin die Adidas-Bilanz.

Puma, der Kleinere

Das über viele Jahre expansive Unternehmen Puma ist 2012 aus der Erfolgsspur geraten: Der Gewinn war damals schlagartig eingebrochen, 2013 rutschte das Unternehmen fast in die Miesen. Der neue Puma-Chef Björn Gulden versucht seit knapp zwei Jahren, das Unternehmen wieder nach vorne zu bringen - mit wechselhaftem Erfolg.

Nach einem stagnierenden Umsatz von knapp 3 Milliarden Euro im Jahr 2014 hofft er in diesem Jahr auf die Trendwende. Belastet wurde die Unternehmens-Bilanz vor allem von Währungsschwankungen. Zudem drückten die von Gulden veranlassten Millionenausgaben für eine teure Werbekampagne auf den Gewinn im zweiten Quartal 2015.

Under Armour, der Aufsteiger

Adidas-Chef Herbert Hainer warnt zwar davor, das US-Unternehmen Under Armour zu überschätzen - trotzdem sind die Expansionsbemühungen von Under Armour unübersehbar. Weltweit sind seine Umsätze zwar noch überschaubar, aber auf dem US-Markt hat sich der Fitness- und Running-Spezialist bereits unlängst auf Platz zwei hinter Nike geschoben.

Der Under Armour-Umsatz hatte 2014 umgerechnet bei rund 2,84 Milliarden Euro gelegen. Der Jahresüberschuss kletterte auf 191,38 Millionen Euro. Mit Sponsorverträgen, etwa mit dem Fussball-Bundesligisten Hannover 96., versucht das US-Unternehmen auch in Deutschland stärker Fuss zu fassen.

Asics, der Konkurrent aus Fernost

Das japanische Unternehmen galt bisher als Laufschuhspezialist. Nun will es mit neuen Produkten ähnlich wie Puma von dem weltweiten Fitness-Trend profitieren und deutlich wachsen. Gemessen am Umsatz gehört Asics dennoch eher zu den Kleineren im weltweit umkämpften Sportartikelgeschäft. 2014 lag der weltweite Umsatz umgerechnet bei 2,6 Milliarden Euro.

(sda/ccr)

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