Die Namen diverser hochgestellter Mitarbeiter der Credit Suisse (CS) sind auf den Spenderlisten des US-Republikaners Mitt Romney zu finden. Das berichtet die Sendung «10 vor 10» des Schweizers Fernsehens. Der republikanische Präsidentschaftskandidat in spe bekommt demnach von den CS-Mitarbeitern 13-mal mehr als der demokratische Präsident und Kandidat Barack Obama.

Insgesamt spendeten die Angestellten der CS laut «10 vor 10» bis Juni 364'000 Dollar für Romney und 27'382 für Obama. Anders bei der UBS: Hier gaben die Banker nicht nur weniger, sondern auch gleichmässiger. 83'800 Dollar gingen an Romney, 80'312 an Obama.

Besonders die Geschäftsleitung der CS-Investment-Bank und deren Ehefrauen engagieren sich dem Bericht zufolge für Romney - oft mit höchst möglichen Beträgen. Warum die Leute von der Credit Suisse Romney so schätzen? Dazu wollte die Bank gegenüber «10 vor 10» keine Stellung nehmen. Spenden seien Privatsache der Mitarbeiter.

Auch in Deutschland unterstützen die Mitarbeiter von Finanzunternehmen Mitt Romney: Wie die «Wirtschaftswoche» berichtet, setzen die Angestellten der meisten deutschen Konzerne auf Obama. Nur bei der Deutschen Bank und dem Versicherungskonzern Allianz wird Romney favorisiert, der selbst Gründungspartner des Finanzinvestors Bain Capital ist.

Einen wirklich grossen Anteil an den Wahlkampfbudgets machen all diese Spenden derweil nicht aus: Alleine im Mai flossen mehr als 76 Millionen Dollar in die Wahlkampfkasse von Romney und den Republikanern geflossen. Obama und seine Demokraten kamen auf gut 60 Millionen Dollar.

(tno/aho)

 

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