Der Uhrenhersteller Bulgari will seine Detailhändler in der Schweiz vor der Frankenstärke schützen. Darum garantiert er ihnen weiterhin die Wechselkursuntergrenze von 1,20 Franken pro Euro. Gelten soll das mindestens bis zur Uhren- und Schmuckmesse Baselworld Ende März.

Die Massnahme soll die Margenerosion in den Schweizer Läden verhindern, sagte Jean-Christophe Babin, Uhrenchef beim italienischen Luxusgüterkonzern Bulgari.

Chinesen interessieren sich für Schweizer Uhren

Der Entscheid kommt einige Wochen vor dem chinesischen Neuen Jahr am 19. Februar, an dem jeweils viele Touristen nach Europa ausschwärmen. Dabei folgen sie vielfach einer Reiseroute von Italien über die Schweiz nach Frankreich. Hierzulande interessieren sich Chinesinnen und Chinesen vor allem für Uhren.

Die Kunden sollten auf ihrer Suche nach dem Echten und Emotionalen in den Touristenzentren Genf, Lugano, Zürich oder Interlaken nicht abgeschreckt werden, führte Babin aus.

Kursgarantie erstreckt sich auf Bulgari-Läden

Die Kursgarantie erstreckt sich auf die vier eigenen Bulgari-Läden in Genf, Zürich, Lugano und St. Moritz und das Verkaufsnetz von 14 Partnergeschäften, die auch andere Marken anbieten. In all diesen Läden gelten die selben Preise wie vor der Verabschiedung der Schweizerischen Nationalbank (SNB) vom Mindestkurs.

Bulgaris Uhrenzweig beschäftigt in der Schweiz 350 Personen vor allem im Kanton Neuenburg. Hauptsitz ist La Chaux-de-Fonds. Die Schweiz ist auch das Zentrum für die Bulgari-Parfüms.

(sda/ccr)

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