Wie BMW und Mercedes hat auch Audi 2014 einen weiteren Rekordabsatz eingefahren. 1,741 Millionen Autos verkaufte die Ingolstädter VW -Tochter nach Angaben von Freitag im vergangenen Jahr weltweit - 10,5 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Gefragt waren vor allem Geländewagen und die Modelle des A3. Damit blieb die Rangfolge in der Premiumliga wie gehabt: Platz 1 für BMW mit 1,81 Millionen Autos der Kernmarke, dahinter Audi und auf Platz 3 Mercedes-Benz mit 1,65 Millionen ausgelieferten Fahrzeugen.

Wie die Ingolstädter weiter mitteilten, legte der Absatz in allen Weltregionen zu, in 50 Ländern wurden neue Spitzenwerte erzielt. Mit Abstand größter Einzelmarkt war für Audi erneut China. Dort wurden 578.932 Wagen mit den vier Ringen verkauft (plus 17,7 Prozent), das ist deutlich mehr, als die Konkurrenz aufweisen kann. Dagegen liegt Audi in den USA mit 182.011 Fahrzeugen (plus 15,2 Prozent) weit hinter den Rivalen.

BMW knackte zwei-Millionen-Marke

BMW hat 2014 erstmals die Marke von zwei Millionen verkauften Autos geknackt. Vergangenes Jahr stieg der Absatz des Konzerns um knapp acht Prozent auf fast 2,12 Millionen Neuwagen der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce , wie die Münchner am Freitag mitteilten. Zulegen konnte der weltgrösste Oberklasse-Hersteller in allen wichtigen Regionen: Europa, Nordamerika und Asien mit dem Riesenmarkt China verkauften allesamt mehr Neuwagen als ein Jahr zuvor.

Ein wichtiger Treiber bleiben Autos in Geländewagen-Optik. So konnte BMW von seinem derzeit grössten SUV-Modell X5 über ein Drittel mehr verkaufen als 2013. In Planung ist bereits ein noch grösseres Modell, das etwa mit dem Q7 der Volkswagen -Tochter Audi oder dem GL von Daimlers Hausmarke Mercedes-Benz konkurrieren soll. Die Luxus-Tochter Rolls-Royce will dieses Jahr über ein SUV-Modell entscheiden.

Vierter Absatzrekord in Folge für Daimler

Auch Daimler hat 2014 deutlich mehr Autos von seiner Kernmarke Mercedes-Benz verkauft und den vierten Absatzrekord in Folge eingefahren. 1,65 Millionen Fahrzeuge mit Stern wurden weltweit ausgeliefert, das sind 12,9 Prozent mehr als im Jahr zuvor, wie der Stuttgarter Oberklasse-Hersteller am Freitag berichtete. Vor allem kompakte Modelle, die C-Klasse und die luxuriöse S-Klasse seien gefragt gewesen. Dennoch blieben die Stuttgarter hinter BMW zurück.

Wie Daimler weiter mitteilte, lief das Geschäft in allen Kernmärkten besser. Grösster Absatzmarkt waren erneut die USA mit 330'391 verkauften Autos (plus 5,7 Prozent). Dahinter folgte erstmals China (281'588 Autos, plus 29,1 Prozent); die Volksrepublik verdrängte Deutschland auf den dritten Platz.

Der Kleinwagen Smart verkaufte sich indes 2014 schlechter. Der Absatz brach den Angaben zuolge um 10,9 Prozent auf 89.844 Fahrzeuge ein. Neue Modelle sollen hier 2015 für «eine deutliche Steigerung der Verkaufszahlen» sorgen, hiess es. Die Marke Mercedes-Benz will den Absatz in diesem Jahr vor allem mit neuen Geländewagenmodellen anschieben.

(reuters/awp/ccr)

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