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Mindestkurs 
BlackRock: Opfer der SNB-Politik

Nationalbank-Präsidenten unter sich: Thomas Jordan (re.) und Philipp Hildebrand.Keystone

Philipp Hildebrand führte den Mindestkurs einst ein. Das Ende hat seinem Arbeitgeber ­BlackRock in zwei Tagen einen ­Rückgang der ­Performance um 5,3 Milliarden Franken beschert.

Von Erich Gerbl
03.02.2015

Am Weltwirtschaftsforum in Davos kam es zu einer zufälligen Be­gegnung der SNB-Präsidenten: ein gut gelaunter ­Phi­lipp Hildebrand schüttelte seinem etwas geknickten Nach­folger Thomas Jordan die Hand. Hildebrand hatte Jordan die 1.20-Franken-Grenze im September 2011 eingebrockt – und der löffelte die Suppe am 15. Januar 2015 aus.

Die Aufhebung der Anbindung und der damit verbundene Ausverkauf an der Schweizer Börse hat Philipp Hildebrands Arbeitgeber BlackRock innert zwei Tagen einen Rückgang der Performance in Milliardenhöhe beschert. BILANZ-Berechnungen ergeben: Der Wert der Beteiligungen, die der weltgrösste Vermögensverwalter über Fonds an SMI-Aktien hielt, reduzierte sich am 15. und 16. Januar von 37,9 auf 32,6 Milliarden Franken – ein Minus von 5268 Millionen Franken.

Abrutsch in die Tiefe

Der Wert der grössten Positionen im SMI wie Nestlé oder Novartis ging um mehr als eine Milliarde Franken zurück. Bei acht der 20 Unternehmen im SMI kontrolliert der US-Vermögensverwalter mehr als fünf Prozent der Aktien. Bei Konzernen wie Nestlé, Zurich, Syngenta und Actelion ist er jeweils grösster Investor. Mittlerweile hat sich BlackRocks Performance-Verlust im SMI auf eine Milliarde Franken reduziert.

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