Am Anfang vor bald 40 Jahren stand ein Spin-off der Universität Basel. Heute ist das Wirtschaftsforschungsinstitut BAK Basel Economics eine feste Grösse, wenn es um Standortvergleiche, Marktanalysen oder Steuerschätzungen für die öffentliche Hand geht. Jetzt löst sich das Forschungsinstitut von seiner Heimat am Rheinknie.

Im September eröffnet das Institut eine Niederlassung in Zürich. Zeitgleich streicht BAK Basel Economics die Heimatstadt Basel aus dem Namen und nennt sich fortan BAK Economics. Das Kürzel «BAK» steht weiterhin für «Beratung, Analyse und Konjunkturforschung». «Der neue Name und das neue Logo sind zeitgemässer, zumal wir mit der Eröffnung eines neuen Büros in Zürich künftig nicht nur in Basel präsent sein werden», sagt Marc Bros de Puechredon, Chef des BAK.

Die neue Dependance an der Limmat wird von Thomas Rühl geleitet. Der Ökonom hat bis Ende 2016 bei der Credit Suisse die regionale Wirtschaftsanalyse verantwortet. «Mit dem Büro in Zürich erweitern wir unser Angebot und bauen das Geschäft Business Consulting aus», erklärt der BAK-Chef.

Vier Geschäftsbereiche

Das Institut hat vier Geschäftsbereiche: Branchenanalysen, regionale Wirtschaftsanalysen, Impact-Analysen sowie Steuer- und Haushaltsanalysen für die öffentliche Hand. Die Kunden sind daher zum grossen Teil Verwaltungen wie Bundesämter und Kantone oder stammen aus dem Verbandswesen. «Mit dem Bereich Business Consulting im Büro Zürich wollen wir gezielt KMUs ansprechen», so Marc Bros de Puechredon, etwa mit Marktanalysen oder auch Risk Monitoring im Zuge von geplanten Expansionen ins Ausland.

Die Anfänge des BAK liegen in der klassischen Konjunkturforschung. Diese bietet das BAK zwar weiterhin an, der Bereich macht aber nur noch rund zehn Prozent des Umsatzes aus, der pro Jahr knapp fünf Millionen Franken beträgt. Derzeit beschäftigt BAK Economics 30 Mitarbeiter.
Die Aktienmehrheit der Gesellschaft gehört laut Bros de Puechredon dem BAK-Management. Dem Verwaltungsrat steht Domenico Scala vor, der früher Finanzchef beim Agrochemie-Riesen Syngenta war, danach CEO von Nobel Biocare und später Compliance-Chef bei der Fifa.

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