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Forderung 
Aymo Brunetti: Grossbanken müssen Kapital erhöhen

Aymo Brunetti: Eine Kapitalerhöhung von den Grossbanken ist nötig.  Janosch Abel

In puncto Leverage-Ratio soll die Schweiz auf das Niveau von Amerika kommen, das fordert Aymo Brunetti. Der Wirtschaftsprofessor plädoyiert für eine Kapitalerhöhung. Der UBS gefällt das gar nicht.

Von Dirk Schütz und Florence Vuichard
16.09.2015

Der Berner Wirtschaftsprofessor Aymo Brunetti fordert von den Grossbanken eine Kapitalerhöhung. «Die Schweiz hat eine Leverage Ratio von de facto zwischen 4 und 4,5 Prozent, wenn wir das harte Kernkapital und Pflichtwandelanleihen dazurechnen. Amerika liegt bei 5 bis 6 Prozent», sagt Brunetti im Gespräch mit BILANZ. «Wenn wir zu den Bestkapitalisierten gehören wollen, können wir meines Erachtens die USA nicht einfach wegdefinieren.»

UBS-Chef Sergio Ermotti lehnt eine übermässige Erhöhung der Leverage Ratio ab und bestreitet die Vergleichbarkeit der Bilanz-Bewertungen zwischen den USA und der Schweiz. Die von Brunetti geleitete Expertenkommission hatte eine Erhöhung der Leverage Ratio empfohlen, der Entscheid des Bundesrates soll bis Ende Jahr fallen.

Grossbanken waren an Empfehlungen beteiligt

Zur Kritik der UBS sagt Brunetti: «Die Grossbanken waren auf Niveau Verwaltungsratspräsident in unserer Gruppe dabei und haben den Bericht mit den neun entsprechenden Empfehlungen mitgetragen. Eine davon ist, dass die Schweiz zu den Ländern mit den weltweit führenden Kapitalanforderungen für Grossbanken gehören soll. Dazu gehört auch die Leverage Ratio.»

Warum der Wirtschaftsprofessor vor zu viel Selbstzufriedenheit  und Reformstau warnt und welche Priorität die Rettung der Bilateralen und die Erhöhung des Rentenalters haben, lesen Sie in der neuen «BILANZ», ab Freitag am Kiosk oder mit Abo jeweils bequem im Briefkasten.

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