Mit der Aufhebung des Mindestkurses sollten in der Schweiz viele Produkte günstiger werden. Auch die Fahrzeuge der Auto-Importeurin Amag. «Wir kaufen alle Autos in Franken und werden in den nächsten Tagen mit den Herstellern diskutieren, was wir machen können», sagt Morten Hannesbo*, Chef des Marktführers in der Schweiz.

Amag importiert Marken wie VW, Audi oder Skoda des Volkswagen Konzerns. «Wir können zum grenznahen Ausland mit einem Preisunterschied von fünf bis sieben Prozent leben. Ist es mehr, werden wir den Preis anpassen müssen.» Kurzfristig könne man nur Rabatte gewähren, da die Preisanpassung für Neuwagen zu komplex sei.

Vier Milliarden Franken an Wert vernichtet

Bei einem angenommenen Durchschnittswert von 10'000 Franken je Auto in der Schweiz «würde eine Preissenkung von zehn Prozent bedeuten, dass mit dem SNB-Entscheid vier Milliarden Franken an Wert vernichtet wurden», rechnet Amag-Chef Hannesbo vor.

*Morten ­Hannesbo (52) ist seit Januar 2009 CEO der Amag Gruppe. Die ­Autoimporteurin ist in der Schweiz Marktführerin und erwirtschaftet mit 5480 ­Mitarbeitenden 4,6 Milliarden Franken (2014). Der gebürtige Däne mit MBA-Abschluss ist ­gelernter Schifffahrts-Kaufmann.

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