Tesla schafft es derzeit mal wieder in die Schlagzeilen. Während Konkurrent BMW sich in zwei aktuellen Werbespots über den Elektropionier lustig macht, sagt Börsenguru Marc Faber bereits das Ende von Tesla voraus. Doch zumindest eine Attacke wurde zum Bumerang.

Im Interview mit dem amerikanischen Nachrichtensender CNBC rechnet Börsenguru Marc Faber mit der Pleite von Tesla und rät, sich von der Aktie des Elektropioniers zu trennen. «Ich glaube, Tesla ist ein Unternehmen, das letztendlich in Richtung null tendiert», sagte Faber.

So könnten Mercedes, BMW oder Toyota ebenso gute Elektroautos bauen wie Tesla. Letztendlich könne das jeder auf der Welt machen, und zwar zu geringeren Kosten und wesentlich effizienter, so Faber. Der Pionier müsse sich also auf Konkurrenz einstellen. Investoren rät Faber gar die Tesla-Papiere zu «shorten», also auf Kursverluste zu setzen.

Warten oder Fahren?

Zur gleichen Zeit machen zwei BMW-Werbespots für das Hybdridfahrzeug Plug-in-Hybrid 330e die Runde, in denen sich die Münchener unverhohlen über einen Konkurrenten lustig machen. Der ist nicht namentlich genannt, aber trotzdem eindeutig als Tesla erkennbar. «Wollen Sie tatsächlich noch monatelang auf ihr neues Auto warten, oder lieber gleich einen neuen BMW fahren?», lautet im Spot die Frage, die BMW stellt.

BMW spielt offensichtlich darauf an, dass es schon mehr als 370'000 Vorbestellungen für Tesla Model 3 gibt, die Kunden aber noch einige Zeit auf ihr Auto warten müssen: Erst Ende 2017 soll die Produktion starten. Experten halten Teslas Zeitplan ausserdem für heikel.

BMW hat sich für seine Anti-Tesla-Kampagne sogar einen eigenen Hashtag für die sozialen Netzwerke ausgedacht. Unter #WaitOrDrive sollen sich die Nutzer zu den Spots austauschen.

Werbung geht nach hinten los

Doch mit der Aktion hat sich BMW verzettelt. Denn Tesla-Fans auf der ganzen Welt nutzen die Kampagne um sich klar für das Warten auf Teslas neues Auto auszusprechen. Innerhalb kürzester Zeit hagelte es Kommentare. Das Feedback ist zumindest auf Twitter klar: «Wir warten!»

Zahlreiche Nutzer weisen zudem darauf hin, dass ein Hybridauto überhaupt nicht zu vergleichen sei mit einem vollständig elektrisch betriebenen Fahrzeug. Denn der Münchner Autobauer empfiehlt als Tesla-Ersatz nicht sein eigenes reines Elektroauto i3. Stattdessen wird der Plug-in-Hybrid 330e beworben, der sowohl einen Elektro- als auch einen Verbrennungsmotor hat. Rein elektrisch kommt der nur 40 Kilometer weit. Das Tesla Model 3 soll es hingegen auf 345 Kilometer schaffen. Zudem ist der BMW 330e teurer als Teslas Model 3.

 

 

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