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Luxuriös 
Wie sich der Uhrensalon SIHH 2017 gewandelt hat

Nach einer schwierigen Zeit mit Exportrückgängen sieht sich die Uhrenbranche in einer Übergangsphase. Dies bekommt auch die Genfer Luxusuhrenmesse zu spüren. Drei Punkte, die in diesem Jahr neu sind.

Von Gabriel Knupfer
12.01.2017, Aktualisiert vor 1 Stunde

Am kommenden Montag öffnet die Genfer Luxusuhrenmesse Salon International de la Haute Horlogerie (SIHH) ihre Tore. Die 27. Ausgabe steht für die Branche nach einer schwierigen Zeit mit Exportrückgängen im Zeichen einer «Übergangsphase». Nach Angaben des Präsidenten des Verbandes der Schweizerischen Uhrenindustrie (FH), Jean-Daniel Pasche, sind die Ausfuhren 2016 um 10 Prozent zurückgegangen. Im Luxussegment dürften die Einbussen sogar 15 Prozent betragen.

«Wir stellen derzeit eine steigende Nachfrage nach einfacheren und kostengünstigeren Uhren fest», so der FH-Präsident. Das spiegele sich auch in den Kollektionen an der SIHH wider, sagt Fabienne Lupo, Präsidentin der Fondation de la Haute Horlogerie (FHH), welche die Messe organisiert. Lupo spricht von einer Rückkehr zu «sicheren Werten» - ohne allerdings die Kundschaft für aussergewöhnliche Einzelstücke zu vernachlässigen.

Auch die Messe selbst hat sich gewandelt. So unterscheidet sich die diesjährige SIHH vor allem in drei Punkten von den Vorjahren:

1. Mehr Aussteller

Nachdem im letzten Jahr erstmals neun unabhängige Manufakturen am Salon teilnehmen durften, wird das «Carré des Horlogers» in 2017 weiter vergrössert. Die SIHH nimmt dieses Jahr 13 kleine Hersteller auf. Die Zahl der Aussteller steigt auf 30, ein neuer Rekord für die Messe.

Von den historischen Häusern sind 2017 Girard Perregeaux und Ulysse Nardin von der Baselworld zur SIHH gewechselt. Ansonsten ist Richemont mit seinen Marken A. Lange & Söhne, Baume & Mercier, Cartier, IWC, Jaeger-LeCoultre, Montblanc, Panerai, Piaget, Roger Dubuis, Vacheron Constantin und Van Cleef & Arpels vor Ort. Zudem sind wieder Audemars Piguet, Parmigiani, Greubel Forsey und Richard Mille dabei.

2. Strengere Swissness-Regeln

Uhrenhersteller, die das wichtige «Swiss Made»-Label tragen wollen, müssen seit dem 1. Januar 2017 60 Prozent der Komponenten in der Schweiz herstellen, gegenüber 50 Prozent im Vorjahr. Der Salon dürfte Aufschlüsse erlauben, wie die Marken die neue Vorgabe umsetzen wollen.

SIHH-Teilnehmer H. Moser & Cie. hat bereits angekündigt, das Label nicht mehr zu führen. Die neue Regelung sei nicht ausreichend: Das Label werde eher für Verwirrung sorgen, anstatt einen Mehrwert darzustellen. Bei Moser sind nach eigenen Angaben über 95 Prozent der Produktionsprozesse schweizerisch. An der SIHH zeigt man deshalb die schweizerischste Uhr, die jemals gefertigt wurde.

3. Öffnung fürs Publikum

Zum ersten Mal wird die SIHH in diesem Jahr an einem Tag für die Öffentlichkeit zugänglich sein. «Angesichts der schwierigen Marktlage ist dies der richtige Zeitpunkt», so Lupo. 2000 bis 3000 Fans können am Freitag den Salon besuchen. Tickets kosten 70 Franken.

Dennoch soll die SIHH – auch im Vergleich zur Baselworld – exklusiv bleiben. «Wir haben unsere maximale Kapazität erreicht, mit der wir das Niveau der Qualität und Gastfreundlichkeit halten können», sagt Lupo.

Mit Material von SDA

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Am Montag hat der Genfer Uhrensalon seine Pforten geöffnet.