Genf wird ab Montag wieder zum Schaufenster edelster Uhrmacherkunst. Der internationale Uhrensalon erwartet rund 15'000 Besucherinnen und Besucher zu seiner 25. Durchführung. Das geopolitische Klima, vor dem er stattfindet, ist von Unsicherheiten geprägt.

16 Hersteller im gehobenen Preissegment stellen ihre Produkte aus, gleich viele wie im Vorjahr. Die Mehrheit von ihnen gehört dem Luxusgüterkonzern Richemont. Der Anlass dauert die ganze Woche.

Der Salon belegt in den Räumlichkeiten auf dem Palexpo-Gelände 40'000 Quadratmeter und damit rund zehnmal soviel wie im Gründungsjahr 1991. Erstmals knackte der Salon 2014 dank einer Steigerung um neun Prozent die Besuchergrenze von 15'000 und stellte einen neuen Rekord auf. Dieses Jahr gehen die Veranstalter von ähnlichen Besucherzahlen aus.

Dunkle Wolken über der Luxusgüterindustrie

Über der Luxusgüterindustrie schweben derzeit dunkle Wolken. Bereits im vergangenen Jahr gingen nach Zeiten ständigen Wachstums die Umsatzzahlen wegen Turbulenzen in den Hauptmärkten zurück. Rubelkurs- und Ölpreiszerfall in Russland und im Nahen Osten, Konjunkturverlangsamung und Korruptionsbekämpfung in China sowie Schwierigkeiten in Japan sind dafür die Stichworte.

Für die Schweizer Uhrenindustrie geben die Exportdaten von Januar bis November 2014 indessen Anlass zur Hoffnung. So stiegen die Ausfuhren nach Japan um 16 Prozent, jene nach China und Russland waren nur leicht rückläufig und in den Nahen Osten zogen sie zwischen fünf und zehn Prozent an.

(sda/ccr)

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