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Verwirrung bei Ikea: Geht der Patron - oder nicht?

Peter Kamprad (r.) soll in absehbarer Zukunft einer der neuen Chefs bei Ikea sein. (Bild: Keystone)

Presseberichte über Ikea-Gründer Ingvar Kamprads angeblichen Rücktritt sorgen für Verwirrung.

Veröffentlicht 17.09.2012

Ikea-Gründer Ingvar Kamprad hat mit 86 Jahren die Unternehmensführung an seine drei Söhne abgegeben - glaubt man einem Zeitungsbericht aus Schweden. «Ingvar wird nicht mehr da sein, um seine Meinung zu sagen, Ratschläge zu geben und zu helfen», sagte Göran Grosskopf, Chef der Ikea-Muttergesellschaft Ingka Holding, der schwedischen Zeitung «Expressen».

Nach wie vor «Senior Berater»

Doch schnell und energisch hat Ikea-Gründer und Mehrheitseigner Ingvar Kamprad Äusserungen über seinen endgültigen Rückzug aufs Altenteil mit 86 dementieren lassen. Die schwedische Ikea-Sprecherin Ylva Magnusson sagte der Nachrichtenagentur dpa am Montag in Helsingborg, Kamprad sei nach wie vor als «Senior-Berater» an wichtigen Entscheidungsprozessen beteiligt.

Sie widersprach damit einer Äusserung des Aufsichtsratsvorsitzenden Göran Grosskopf von der Ikea- Mutter- und Franchisegesellschaft Ingka Holding in der Zeitung «Expressen» von heute. Auch Kamprads persönlicher Sprecher Per Heggenes bestätigte dem Blatt die Übergabe der Gesamtverantwortung an Kamprads drei Söhne Peter (48), Jonas (46) und Mathias (43).

Dazu meinte Magnussen: «Ingvar ist ein kluger Mann. Wir freuen uns sehr, dass wir ihn weiter dabeihaben.» Als Hintergrund für die Angaben zum völligen Rücktritt knapp 70 Jahre nach der Ikea-Gründung galten auch ausführliche Äusserungen der Kamprad- Söhne in der Mitarbeiterzeitung «Readme» über ihre jeweilige Führungsrolle in dem schwedischen Weltkonzern mit 131 000 Mitarbeitern in 41 Ländern.

Reichster Mensch Europas

Der in der Schweiz lebende Vater hatte sich in der Vergangenheit mehrfach abschätzig über die geschäftlichen Fähigkeiten seiner Söhne geäussert.

Kamprad hatte Ikea 1943 in seiner südschwedischen Heimatstadt Älmhult gegründet. Nach Angaben des Schweizer Magazins «Bilanz», das wie die «Handelszeitung» zum Verlag Axel Springer Schweiz gehört, ist er der reichste Mensch Europas mit einem Vermögen von 30 Milliarden Euro. Mitberechnet wurde dabei der Wert seiner Stiftung, die einen Grossteil des Ikea-Vermögens verwaltet.

(chb/aho/sda)

Die 300 Reichsten

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