Der Genfer Luxusgüterkonzern Richemont hat Stanislas de Quercize zum neuen Chef der Schmuck- und Uhrentochter Cartier ernannt. Er ersetzt den abtretenden Bernard Fornas per Ende 2012, wie Richemont mitteilte.

Der 54-jährige de Quercize ist seit längerer Zeit eng mit Richemont verbunden. Seit 1989 hat der Franzose verschiedene Ämter bei den Richemont-Marken Montblanc, Alfred Dunhill oder auch bei Cartier als Leiter des US-Geschäfts besetzt. Aktuell ist er Chef der Edelschmuck-Tochter Van Cleef & Arpels, eine Funktion, die er bis zum Übertritt zu Cartier weiterhin ausüben wird, wie Richemont erklärte.

De Quercize wird zudem auch in der Richemont-Betriebsleitung (Management Committee) Einsitz nehmen. Seinen Platz in diesem Gremium behalten wird auch der 65-jährige Bernard Fornas, der die Zügel bei Cartier seit Herbst 2002 in den Händen gehalten hatte. Zudem wird Fornas künftig auch als Berater mit direkter Verbindung zu Richemont-Konzernchef Johann Rupert agieren.

Cartier produziert in der Schweiz und beschäftigt an den Standorten La Chaux-de-Fonds NE, Villeret BE, Villars-sur-Glâne FR und Meyrin GE insgesamt rund 1000 Personen. Zudem beabsichtigt Cartier derzeit, im neuenburgischen Couvet eine neue Uhrwerk-Fabrik zu errichten, die weitere 320 Arbeitsplätze schaffen soll.

Der Mutterkonzern Richemont, dessen Wurzeln in Südafrika liegen, ist der weltweit zweitgrösste Luxusgüterkonzern, direkt hinter der französischen LVMH-Gruppe. Nebst seiner Vorzeigemarke Cartier besitzt Richemont auch die Uhrenmarken Vacheron-Constantin, Piaget, Jaeger-LeCoultre, IWC, Officine Panerai, Roger Dubuis, Lange & A. Söhne sowie Baume & Mercier.

(tno/chb/awp)

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