Axel Wieandt kündigt bei der Credit Suisse (CS). Das berichtet das deutsche «Handelsblatt» (Bericht nicht online verfügbar). «Da sich die Dinge nicht so entwickelt haben wie gewünscht», zitiert die Zeitung aus dem Schreiben des 45-Jährigen, mit dem er die CS bittet, seinen Arbeits­vertrag aufzuheben.

Wieandt, der als Wunderkind der Deutschen Bank und Ziehsohn des ehemaligen Konzernchefs Josef Ackermann galt, hatte seinen Job bei der Schweizer Grossbank erst am 1. Juli 2011 angetreten - als Managing Director für den Bereich Investment Banking für Deutschland und Österreich.

«Mit Axel Wieandt wechselt ein weiterer Top-Banker zur Credit Suisse in Deutschland», sagte Michael Rüdiger, CEO Deutschland und Zentraleuropa damals. Er nannte Wieand einen «erfahrenen und bestens vernetzten Banker», mit dem die Bank ihre Position stärken werde.

Trotzdem waren schon damals die Zweifel am Ex-Star der Deutschen Bank gross, wie ein Porträt in der «Handelszeitung» zum Neustart bei den Schweizern zeigt.

Kurzes Gastspiel bei der CS: Axel Wieandt. (Bild: Keystone)

«Von Deals keine Spur», schreibt das «Handelsblatt» nun über Wieandts Bilanz bei der CS. Gleichzeitig habe dei Grossbank in Zeiten der Schuldenkrise das Investment-Banking geschrumpft und die Führung des Investment-Bankings in Europa umgebaut.

«Co-Chef Luigi de Vecchi kündigte im März eine Auszeit an. Ein Schock für Wieandt, der gute Beziehungen zu de Vecchi hatte», heisst es weiter. «Bei ihm kam die Angst auf, er könne nichts mehr bewegen. Dafür fühlte er sich aber mit Mitte vierzig noch zu jung.»

Wieandt war von Oktober 2008 bis März 2010 Vorstandsvorsitzender der pleitegegangenen Immobilienbank Hypo Real Estate. Zuvor hatte er bereits in verschiedenen leitenden Funktionen für die Deutsche Bank gearbeitet, unter anderem als Global Head of Corporate Development und Corporate Investments.

(tno/aho)

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