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London: Cool – und teuer

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London ist eine der berauschendsten Metropolen der Welt. Doch um die weit verstreuten Schätze zu erkunden, ist man mehr als andernorts auf Insiderwissen angewiesen.

Von Claus Schweitzer
21.11.2008

Central London ist eines der teuersten Pflaster des Planeten, die Restaurantrechnungen sind ein Witz und die Wohnungsmieten die höchsten der Welt. Normalverdiener ziehen immer weiter aus der Stadt hinaus.

Auch die meisten London-Besucher überkommt der Angstschweiss beim Erwachen in den notorisch teuren Hotelbetten. Die Zimmerpreise verstehen sich zudem meist exklusive Frühstück, die Mehrwertsteuer liegt bei 17,5 Prozent. ­Gute, zentral gelegene Hotels der mittleren Preisklasse sind rar, und bei den wenigen geht ohne frühzeitiges Buchen nichts. Zu diesen Perlen zählen das Harlingford in Bloomsbury, das Kensington House Hotel in fast beunru­higend friedvoller Lage südlich des ­Kensington Palace und das Edel-Bed-&-Breakfast The Main House in Notting Hill. Wenn es modischer sein soll, ist das Charlotte Street Hotel wenige Schritte nördlich von Soho eine smarte Bleibe für anspruchsvolle Gäste – und «modern English» bedeutet hier nicht, dass man den Portier anrufen muss, um den Betrieb der Dusche erklärt zu bekommen. Das Hotel der Stunde ist das Andaz im quirligen East End – im Zimmerpreis inbegriffen sind Früh­stück, WiFi, lokale Telefongespräche, die Minibar, eine grosse Auswahl an Filmen sowie der Wasch- und Bügelservice. Wer auf den besten Service der Stadt nicht verzichten mag, ist im Designhotel One Aldwych bestens aufgehoben, das auch über ein Spa mit 18-Meter-Pool verfügt.

Angesichts der ungezählten Möglichkeiten, mit denen die Metropole lockt, hilft der Grundsatzentscheid, ob man das «alte London» oder das «neue London» erleben will. Zu den Klassikern zählen das gemütlich-gediegene Gourmetrestaurant Lindsay House in Soho, das Grand Café The Wolseley neben dem «Ritz» und das Brown’s Hotel mit seinem English Tea Room (in der Nähe vom «Ritz»). Auch die Claridge’s Bar und Scott’s Restaurant zählen zu den feinen Traditionsadressen.

Stylish, aber stimmig ist das Plateau Restaurant in einem futuristischen Glasgebäude im Business District Canary Wharf. Hier wurde eine Szene von «Batman Begins» gedreht, und man fühlt sich unweigerlich nach Gotham City versetzt. Ebenfalls hypermodern: Die Restaurants St   Alban (italienisch) und Yauatcha (chinesisch), beide im Theaterdistrikt gelegen, sowie The Zetter im zum neuen Kreativviertel erklärten Clerkenwell.

Wer abends noch ein Sex-and-the-City-Feeling sucht, findet in den drei nahe beieinander liegenden South-Kensington-Clubs Bondai, Boujis und The Collection trendige Orte. An Wochenenden muss man aber so aussehen wie Alain Delon vor vierzig Jahren oder mindestens so berühmt sein wie Uma Thurman, um vom Türsteher eingelassen zu werden.

DIE ADRESSEN

• Hotels:
Harlingford,
www.harlingfordhotel.com, DZ ab 110 Pfund
Kensington House Hotel, www.kenhouse.com, DZ ab 140 Pfund
The Main House, www.themainhouse.co.uk, DZ ab 100 Pfund
Charlotte Street Hotel, www.firmdale.com, DZ ab 200 Pfund
Andaz, www.andaz.com, DZ ab 160 Pfund
One Aldwych, www.onealdwych.com, DZ ab 190 Pfund

• Lunch:
The Wolseley,
www.thewolseley.com, 160 Piccadilly
Plateau Restaurant, www.plateaurestaurant.co.uk, Canada Square
St Alban, www.stalban.net, 4–12 Lower Regent Street
The Zetter, www.thezetter.com, 86 Clerkenwell Road
English Tea Room: Brown’s Hotel, www.brownshotel.com, Albemarle Street

• Dinner:
Lindsay House,
www.lindsayhouse.co.uk, 21 Romilly Street
Scott’s Restaurant, www.scotts-restaurant.com, 20 Mount Street
Yauatcha, www.yauatcha.com, 15 Broadwick Street

• Nightlife:
Claridge’s Bar,
www.claridges.co.uk, Brook Street
Bondai, www.bondai.com, 329 Fulham Road
Boujis, www.boujis.com, 43 Thurloe Street
The Collection, www.the-collection.co.uk, 264 Brompton Road

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