Vielleicht lässt sich der Trend am treffendsten anhand des maledivischen Soneva Fushi erklären: Der diesjährige Sieger unter den weltbesten Ferienhotels wirkt im Vergleich zu seinen glanzvollen Mitbewerbern One & Only Reethi Rah (8) oder Cheval Blanc Randheli (13) wie eine Insel massvoller Bescheidenheit. Hier stehen weder das Ego des Architekten noch der Pseudo-Perfektionismus einer überam­­­bi­tionierten Hotelgruppe im Vordergrund, sondern entspannter Luxus von jener Klasse, die kein Blendwerk nötig hat.

Dieselben Gäste, die sich in prestigeträchtigeren Resorts unmöglich benehmen, jagen hier ihre Arroganz zum Teufel und verhalten sich wieder wie normale Menschen. Statt verwöhnte Reisende sich in ihrem Geld spiegeln zu lassen, bietet ihnen das «Soneva Fushi» etwas, das sie das Geld vergessen lässt: das gute Gefühl vom wahrhaft natürlichen Leben, bei dem man sich selber sein kann und dennoch alles Angenehme jederzeit zur Verfügung hat.

Fast zwanzig Jahre gibt es das Luxuskleinod von Sonu und Eva Shivdasani schon, und es wirkt heute frischer und dynamischer als je zuvor. Einst Wegbereiter des tropischen Eco-Chic, tüftelt das englisch-schwedische Besitzerpaar unermüdlich an der ständigen Verbesserung dieses glücklichen Orts, an dem es gelassener zugeht als in anderen Spitzenhotels. Der Service ist trotzdem mehr als überzeugend, weil die Freundlichkeit und die gute Laune der Mitarbeiter­ ­authentisch und nicht aufgesetzt ist.

Oft kopiert, nie erreicht

Man fragt sich, warum es so schwierig ist, diesen Typus von Hotel zu kopieren. Tatsächlich wurde das «Soneva Fushi» hundertfach nachgeahmt, doch fehlt es allen anderen an gastlicher Substanz, am Gespür für den Standort und an dem, was man Seele nennt. Keiner dieser ­Kopien ­gelingt die Kombination aus legerer Atmos­phäre und internationalen Höchststandards punkto Komfort, Küche und Spa so souverän wie hier.

«Luxus leger» ist der neue Ultraluxus, wie ein Blick auf die aktuellen Ranglisten zeigt. Hotels sollen gern sophisticated und einzigartig sein, aber bitte superentspannt und «laid-back», so die überwiegende Meinung der 85 beurteilenden Reiseprofis im Rating der BILANZ. Von den wirklichen Weltklassehotels kommt ein gutes Signal: nur keine selbstverliebte Perfektion, kein künstliches Getue und keine gnadenlos durchgepaukten Corporate-Richtlinien. Smart Casual ist das Gebot der Stunde. Die Urteile von 120 Schweizer Tophoteliers bestätigen die Tendenz hin zu gekonnter Lässigkeit ebenso wie sechshundert eigene Hoteltests.

Leuchtende Beispiele relaxter Refugien, in denen sich jeder Gast vollkommen entspannt und dabei überaus ernst genommen fühlt, sind die Southern Ocean Lodge (3) in Australien, Schloss Elmau (4) in Bayern und Fregate Island Private (6) auf den Seychellen. Auf mühelose Art entzücken auch die Réserve Ramatuelle (9) bei Saint-Tropez, das Belmond El Encanto (10) im kalifornischen Santa Barbara, das San Pietro di Positano (17) an der Amalfiküste und die Casa Que Canta (38) in Mexiko. All diese Traumhotels haben Energie, aber nicht durch Kraftmeierei, sondern durch Leidenschaft und ein feines Gespür für geniale Schlichtheit.

Buddhistische Coolness

Auch in der Karibik kommt Luxus vermehrt ohne Aufhebens, dafür mit einem beherzten gewissen Etwas daher – etwa im Parrot Cay by Como (19) auf Turks und Caicos, im Eden Rock (25) auf Saint-Barthélemy und im Sugar Beach (59) auf St. Lucia. Ganz besonders überzeugt das Strand­resort Carlisle Bay (16) auf Antigua. Das Team um Gordon Campbell Gray, den englischen Hausherrn, verströmt eine fast buddhistische Coolness und arbeitet auch im grössten Stress mit konzentrierter Energie. «Es gab mal eine Zeit, da waren mir die Reaktionen von drei ­Hotelkritikern wichtig», sagt der Viel­gelobte. «Von diesem Leistungs- und ­Erwartungsdruck habe ich mich gelöst. Heute gibt es einige Millionen Kritiker, jeder hat eine Meinung und braucht nur ‹Senden› zu drücken, um dein Hotel zu lieben oder zu killen.»

Nur beste Kritiken hat bislang das neue Apogée Courchevel (12) erhalten. Während so manche Luxusherberge im savoyischen Schickeria-Skiort mehr Protz als Glamour bietet, kaschiert dieser Senkrechtstarter der Oetker Collection seine diskrete Grandeur mit alpiner Schlichtheit und beeindruckt mit vergleichsweise familiärer Ambiance und grossartigen Mitarbeitern. Neu und interessant sind auch das Castello di Casole (20) in der Toskana, das Castell Son Claret (40) auf Mallorca und das Topping Rose House (50) in den Hamptons – allen dreien ist jeweils ein ganz eigenständiger Stil voller Genuss, Witz und Präzision gelungen.

Luxus-Lodges florieren

Eine weitere Tendenz zeichnet sich ab. An den entlegensten Plätzen rund um den Globus florieren Luxus-Lodges für zahlungskräftige Freizeit-Abenteurer, die Lust auf aussergewöhnliche Erfahrungen in spektakulärer Natur haben, dabei aber nicht auf Style und Komfort verzichten wollen. Ungeahnte Erlebnisse weit weg von allem bieten die südafrikanischen Safari-Lodges Singita Sabi Sand Reserve (2), Singita Kruger National Park (23) und Londolozi (39), die chilenischen Naturrefugien Tierra Patagonia (47) und Awasi Atacama (68) sowie die australischen Nobelzufluchten Saffire Freycinet (63) und Bedarra Island Resort (94).

Luxus, kombiniert mit Natur und Lokalkolorit, ist definitiv angesagt – man möchte auf der Reise etwas ganz Spezielles erleben, an das man sich noch lange erinnert. Tolle Neuigkeiten dazu gibt es beispielsweise im Segera Retreat (35) in Kenia, im Aman Resort Amankora (55) in Bhutan und im Amanoi (89) in Vietnam sowie im Ion Luxury Adventure Hotel (92) beim isländischen Thingvellir National Park.

Die besten Ferienhotels in der Schweiz

In der Schweiz halten sich die Tessiner Dolcefarniente-Klassiker Eden Roc (2) und Castello del Sole (4) gut im Rennen. Allerdings, verglichen mit dem Vorjahr, in umgekehrter Reihenfolge, was vor allem Daniel Schälli zu verdanken ist, unserem «Hotelier des Jahres». Seinem gut geschulten Team gelingt es, sich intuitiv auf jeden einzelnen Gast einzustellen. Das klingt einfach, ist aber sehr schwer in die Praxis umzusetzen, weil zwischen Verwöhnung und Belästigung ein schmaler Grat verläuft.

Immer mehr setzt sich auch in der einheimischen Ferienhotellerie der Welttrend nach entspanntem Luxus durch. Auffallend ist die Ballung legerer Top­hotels in Zermatt. Auf ganz unterschiedliche Weise erstaunen hier das Omnia (13), das Cervo (17), das Mont Cervin ­Palace (20) und – allen voran – das ­Riffelalp Resort, das sich nach drei Jahren den Titel als bestes Schweizer Ferien­hotel zurückeroberte.

Ultimatives Alpenerlebnis

Das «Riffelalp Resort» gehört zu den profiliertesten und erfolgreichsten Hotels im Land – und ist ein begehrter, in den Wintermonaten fast immer ausgebuchter Leuchtturm für sportliche Genussmenschen aus aller Welt, die unbedingt hier und nirgendwo sonst in den Bergen absteigen wollen. Die Edel-Lodge bietet das ultimative Alpen­erlebnis an einer Lage mit Seltenheitswert und den optimalen Mix aus solider Swissness und mondäner Gelassenheit. Vollblutgast­geber Hans-Jörg Walther hält das Hotel vorbildlich auf Kurs und sorgt unermüdlich dafür, dass seine Mitarbeiter grundlegende Dinge verlässlich gut machen und ehrliche Gastfreundschaft statt abgehobenen Service bieten.

Unten im Matterhorndorf lässt das «Omnia» alles Mittelmass der Welt vergessen. Und im «Cervo» holen Daniel und Seraina Lauber die Sterne vom Himmel. Sie zählen zu den wenigen unabhängigen Traumtänzern im Land, die ihren Visionen mehr trauen als den Kalkulationen. In den 35 Zimmern und der neuen «Owners Lodge» findet sich kein übertriebener Luxus, doch es stimmt einfach alles, und schon beim Eintreten spürt der Besucher den Dialog des Hauses mit dessen Umgebung.

Mit einem ganz eigenen Mix aus schrägem Brit-Chic und alpinem Flair legt das komplett umgebaute Grand Bellevue (18) in Gstaad einen kometenhaften Aufstieg hin. Das Credo des jungen Hoteliers und Mitbesitzers Daniel Koetser: «Man sollte Luxus nicht so ernst nehmen, sonst wird es für die Gäste wie für die Mitarbeiter rasch langweilig.»

Bastionen des guten Geschmacks

Deutlich steigern konnten sich auch das Alpina Gstaad (7) und das Grand Hotel Park (15) in Gstaad. Es sind Bastionen des guten Geschmacks, geführt von unbeirrbaren Gastgebern, welche die überspannten Ambitionen der Besitzer mit heiterer Professionalität brechen und auf ihren Bühnen ein Stück zeitgemässer Lebenskultur inszenieren.

Während manche Engadiner Alpenpaläste auf etwas angestrengte Art klassisch wirken, geht es in den Gstaader Häusern viel lockerer zu, als es die Preisklasse nahelegen würde. Insbesondere das Team um Andrea Scherz im Gstaad Palace (3) verfügt über eine Leichtigkeit, die den Gast verwöhnt, ihm aber niemals auch nur das Geringste aufzwingt.

Lässig, aber nie nachlässig ist auch das Park Weggis (8), dessen Gourmet­lokal unlängst durch ein unprätentiöses Grillrestaurant ersetzt wurde, in dem hochwertige Fleischspezialitäten ohne kochkünstlerischen Klimbim serviert werden. Weitere stilvoll entspannte Sehnsuchtsorte sind das Giardino (10) in Ascona, die Villa Honegg (12) auf dem Bürgenstock, das Grand Hotel Kronenhof (14) in Pontresina, das Ermitage (19) in Schönried und das Victoria (30) in Glion.

Neue Kettenhotels

Können die Newcomer mit etwas Eigenständigem verblüffen? Wir meinen: Das Chedi Andermatt (28) ist eine gut geölte Dienstleistungsmaschine mit vielen zeitgeistigen Zugaben, aber ohne Zauber. Das W Verbier (46) und das «InterContinental Davos» tragen zwar zu einer frischen Dynamik in den Bergorten bei, sind aber bei genauerer ­Betrachtung austauschbare Kettenhotels mit professionellen Teams. Das «Crans Ambassador» in Crans-Montana sowie das «Resort Collina d’Oro» und das Kurhaus Cademario am Luganersee sind noch nicht ganz in der Spur, haben aber Potenzial und gehören zu den Hoffnungsträgern.

In der Kategorie der Dreisterne- und Unique-Boutique-Ferienhotels dreht sich die Qualitätsspirale dank attraktiven Neueinsteigern wie dem Spitzhorn (2) in Saanen oder dem Romantik Hotel Muottas Muragl (10) im Engadin nach oben. Bemerkenswert ist die andauernde Top-Platzierung des Cœur des Alpes (1) in Zermatt. Das Erfolgsgeheimnis? «Wir holen die Menschen einfach so ab, wie sie sind», sagen die Gastgeber Leni und Thomas Müller-Julen. Die Gäste kommen, weil sie hier eine menschliche Heimat haben – eine Art erweitertes Zuhause.

Rebellion gegen Trendiges

Die Entwicklung der Stadthotellerie in den letzten fünfzehn Jahren ist eine Parabel der ­Globalisierung – und des wachsenden Widerstands gegen die globale Gleichschaltung. Die Abneigung gegen gräulich-bräunlich-grünliche Interior Designs und stereotype Lifestyle-Angebote führt zu einer Sehnsucht nach einzigartig Neuem wie auch nach charaktervoll Klassischem.

Diese Tendenz spiegelt sich in den aktuellen Ranglisten. In den Weltmetropolen sind deutlich weniger Filialen der grossen Luxusmarken vertreten, dafür mehr unabhängige Boutiquehotels mit unverwechselbarem Profil sowie charismatische Ableger von kleineren Hotelgruppen, etwa von Mandarin Oriental, Peninsula, Aman Resorts, Firmdale, ­Viceroy und Belmond (zuvor Orient Express Hotels).

Um das Einzigartige und das gewisse freche Etwas der stilprägenden Boutiquehotels zu verstehen, muss man nur einen Blick ins Greenwich (3) in Manhattan werfen, das mit selbstbewusstem Understatement und kaum zu übertreffender Detailpflege den steilsten Aufstieg hinlegte. Die Lobby-Lounge mit prasselndem Kaminfeuer vermittelt dem Gast das Gefühl elitärer Intimität, der ­Innenhof und das Spa mit Pool sind ­wunderbare Rückzugsoasen für urbane ­Nomaden, während im Restaurant «Locanda Verde» das Gefühl pulsierenden Lebens entsteht. Die Materialien sind durchwegs hochwertig, die Kunstwerke echt – sie stammen teilweise von Robert De Niro sr., dem Vater des Schauspielers und heutigen Hotelbesitzers. Zahlreiche VIPs, die nicht als solche behandelt werden wollen, steigen hier ab. Vom Türsteher bis zum Barmann agiert das Hotelteam ultraprofessionell und mit einer feinen Distanz. Es ist nicht so erhitzt wie oft die führenden Luxushotelketten.

Emotionale Verbindung

Von ähnlicher individueller Klasse sind The Upper House (2) in Hongkong, das Crosby Street Hotel (11) in New York, das neue Ham Yard (21) in London, The Siam (49) in Bangkok und das Hub Porteño (51) in Buenos Aires. Jedes dieser Häuser fängt die ganz speziellen Vibes seiner Umgebung ein und lässt das Lebensgefühl für die jeweilige Stadt auf ultimative Art spürbar werden, ohne plump beim Zeitgeist anzudocken.

«Heute ist es besonders wichtig, dass ein Hotel dem Gast hilft, eine emotionale Verbindung mit der Destination einzugehen», sagt Susanne Hatje, Hoteldirektorin im Mandarin Oriental New York (1). Das fällt beim neuen Primus unter den internationalen Stadthotels leicht: Die Lage am Columbus Circle könnte kaum zentraler sein, die 244 Zimmer beginnen in der 36. Etage und überblicken die meisten anderen Wolkenkratzer und das nächtliche Beleuchtungstheater. Die Lobby mit Sicht auf den Central Park ist der Inbegriff von Bright-Lights-Big-City-Glamour, und vom 23-Meter-Pool schaut man auf den Hudson. Trotz orientalischem Serviceverständnis und dezentem asiatischem Dekor gibt das Hotel dem Reisenden zu jedem Zeitpunkt das Gefühl, dass er im Mittelpunkt des Big Apple angekommen ist.

Destination erlebbar machen

Die Erkenntnis, die Destination optimal erlebbar zu machen, ist eigentlich alt: Bereits vor hundert Jahren verkörperte das Raffles Singapore (28) die Quintessenz von Singapur besser als jedes andere Hotel der Stadt. Ähnliches lässt sich über The Peninsula Hong Kong (5), Le Meurice (29) in Paris, das Adlon Kempinski (33) in Berlin und das Belmond Copacabana Palace (35) in Rio de Janeiro sagen.

Auch The Connaught (4), das Belmond Hotel Cipriani (6) und das Hotel Bel-Air (10) bringen den Esprit von London, Venedig und Los Angeles auf eine Weise zum Ausdruck, dass man als Hotelgast die Stadt eigentlich gar nicht mehr besuchen muss. So wie man bei einem Aufenthalt im Park Hyatt Tokyo (8), im Royal Mansour (9) und im Address Downtown (16) glaubt, man habe Tokio, Marrakesch und Dubai bereits hautnah erlebt.

Zugang zum Besten

Vermehrt überraschen City-Herbergen mit unvergesslichen Erfahrungen ausserhalb der Hotels. Wer im Aman Canal Grande Venice (14) eincheckt, erschliesst sich nicht nur ein stylisches Zimmer, sondern erhält Zugang zum Besten, was Venedig zu bieten hat. Da winken etwa ein Besuch des Dogenpalasts ausserhalb der Öffnungszeiten oder eine fachkundige Führung zu verborgenen Gärten privater Palazzi. Das bestens vernetzte Hotelteam öffnet Türen und vermittelt jedem Gast die passenden lokalen Insider.

Weitere erwähnenswerte Neuzugänge sind das J.K. Place Roma (34), das Viceroy New York (40), das Mandarin Oriental Pudong (24) in Shanghai, das Opposite House (65) in Peking und das Palihouse Santa Monica (92) in Los Angeles.

Beste Schweizer Stadthotels

Insgesamt wenig Bewegung gab es bei den Schweizer Stadthotels. Nur das Beste bietet unverändert das erstplatzierte Beau-Rivage Palace in Lausanne. Soeben hat der Pariser Innenarchitekt ­Pierre-Yves Rochon hundert Zimmer in cooler Opulenz fertig renoviert, und Hoteldirektor François Dussart sorgt zielbewusst für eine entspannte Ambiance im weitläufigen Belle-Epoque-Palast. Auch im Dolder Grand (2) und im Fairmont Le Montreux Palace (4) ist stets das Commitment der Hoteliers zu spüren.

Während sich das Widder Hotel (5) in Zürich qualitativ erfreulich entwickelt und im Spätherbst das vielversprechende Zweitlokal «AuGust» am Rennweg eröffnet, stellen wir im Baur au Lac (7) gepflegte Stagnation fest.

Das Victoria-Jungfrau (12) scheint auch nach dem Verkauf an die Beteiligungsgesellschaft Aevis mehr mit den Problemen unternehmerischer Strukturen beschäftigt als mit dem Gast. Es fehlen der Biss und die Handschrift von einst, und die angekündigten Renovationen lassen auf sich warten.

Genfersee-Hotels im Aufwind

Im deutlichen Aufwärtstrend ist die Genfersee­region. Zu den Durchstartern zählen hier das Genfer City-Resort La Réserve Genève (3), das von Verkaufsgerüchten umwehte Lausanne Palace (11) und das Mirador Kempinski (13) ob Vevey. Alle drei Häuser zeigen, dass die Regie eines passionierten Gastgebers aus einem guten Hotel ein sehr gutes machen kann. Um einige Ränge steigern konnten sich auch das Art Deco Hotel Montana (16) in Luzern, das Beau-Rivage Neuchâtel (18) und die Villa Principe Leopoldo (21) in Lugano. Das ungewöhnlichste Stadthotel der Schweiz, das teilweise auf Pfählen im See stehende Palafitte (24) in Neuenburg, konnte sein Formtief überwinden und bietet ein unvergleichliches, an die Malediven erinnerndes Erlebnis für Menschen, die sich aus dem Alltag träumen wollen.

Weltweit gross im Kommen sind sogenannte Neighborhood Hotels. Lokal verwurzelte Hotels, die ihr Stadtviertel massgeblich prägen und Einheimischen wie Hotelgästen als erweitertes Wohnzimmer dienen. Kein anderes Haus in der Schweiz verkörpert diesen Trend besser als das Krafft Basel, das erneut auf dem ersten Platz der heimischen Dreisterne- und Unique-Boutique-Stadthotels landet. Die Gastgeber Franz-Xaver Leonhardt und Andi Steiner verbreiten eine ruhige Dynamik und lassen alles leicht wirken, obwohl viel Arbeit hinter ihrem Hotel steckt. Was leicht aussieht, ist oftmals das Schwierigste.

Hier gehts zur vollständigen Liste des 18. BILANZ-Hotel-Ratings

Vollständiges Hotel-Rating

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