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Frankfurt: Imposante Gemütlichkeit

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Als Touristendestination taugt Mainhattan kaum, doch wer die besten Plätze kennt, wird seine Zeit zwischen Messe und Meetings unbeschwert geniessen.

Von Claus Schweitzer
21.05.2010

Nach Frankfurt reist kaum jemand freiwillig, dennoch fahren viele Leute Jahr für Jahr hin. Der Grund ist meist eine Messe. Und wenn man 200 Meter über den Strassenschluchten des Bankenviertels in der Main Tower Bar sitzt und die Sonne hinter den Bergen des Taunus ­untergeht, ist man rasch mit der Finanz- und Messemetropole ausgesöhnt. In der obersten Etage des Wolkenkratzers lässt sich auch aussichtsreich dinieren, doch Insider ziehen nach dem Apéro weiter.

In die Gerbermühle etwa, idyllisch am Main gelegen und schon von Goethe für Rendezvous geschätzt. Ein sicherer Treffer ist stets das Biancalani, das ­neben mediterraner Küche unbeschwerte Lebensfreude serviert. Wer Deutschlands ungewöhnlichstes Gourmetrestaurant sucht, kann im Silk Bed Restaurant seinen Geschmacks-, Seh- und Hörsinn verwöhnen lassen. Das 13-Gang-Menu wird entspannt auf weissen Sofas im Sitzen oder Liegen eingenommen, und zum Tanzen kann man danach gleich in den hauseigenen Cocoonclub weiterziehen.

Zum Business Lunch trifft man sich im eleganten Restaurant Emma Metzler im Park des Museums für angewandte Kunst, im Nizza am Main oder im amüsanten Szenelokal Holbein’s im Städel-Museum.

Die einzig wirklich zeitgemässe Luxusherberge Frankfurts, die Villa Kennedy des englisch-italienischen Privathoteliers Sir Rocco Forte, hat eine nachteilige ­Lage: Messebesucher und Banker brauchen gute Laufschuhe, wenn sie nicht ständig Taxi fahren wollen. Der Vorteil dieses Nachteils ist, dass im Hotel selber viel geboten wird. Sonnige Frühlingstage könnte man problemlos im stimmigen Innenhof verbringen.

Wenige Gehminuten von Messe und Innenstadt entfernt spricht das minimalistisch gestylte The Pure jüngere Stadtnomaden an. Geheimtipp-Charakter hat die charmante Villa Orange im beliebten Nordend. Das einstige Studenten- und heutige Bourgeois-Bohème-Viertel lohnt ohnehin einen Besuch. Nette Restaurants, Cafés und Shops reihen sich hier aneinander. Immer eine gute Adresse von morgens bis spätabends und sonntags zum Brunch: das Café-Bar-Restaurant Harvey’s am Friedberger Platz. Täglich abends geöffnet hat die Alhambra Tapasbar mit vielfältigen Häppchen für den kleinen Hunger und aussergewöhnlichen spanischen Weinen. Wenn in Nordend die Lichter ausgehen, wird die Sansibar in der Innenstadt zum Wohnzimmer der Frankfurter Nachteulen.

Hotels: 
The Pure, www.the-pure.de, DZ ab 120 € 
Villa Orange, www.villa-orange.de, DZ ab 138 €

Lunch:  
Nizza am Main, Untermainkai 17,
Holbein’s, im Städel-Museum, Holbeinstr. 1, www.meyer-frankfurt.de

Dinner:
Gerbermühle, Gerbermühlstr. 105, Oberrad, www.gerbermuehle.de
Biancalani, Walther-von-Cronberg-Platz 7–9, www.biancalani.de
Silk Bed Restaurant, Carl-Benz-Str. 21, www.hoeren-sehen-schmecken.net

Bars:  
Main Tower Bar, Neue Mainzer Str. 52–58, www.maintower-restaurant.de
Harvey’s, Bornheimer Landstr. 64, www.harveys-ffm.de
Alhambra Tapasbar, Nordendstr. 53, www.alhambra-tapasbar.de

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