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Working Capital Management gehört 2019 auf die CFO-Agenda

Working Capital Management sucht entlang der gesamten Wertschöpfungskette nach Optimierungspotenzialen. Dabei kann es sich lohnen, auf Bankenlösungen zurückzugreifen.Quelle: Postfinance

Um 2019 den finanziellen Spielraum zu vergrössern, ist Working Capital Management (WCM) ein sicheres Rezept. Dr. Daniel Maucher, WCM-Experte von PostFinance, gibt Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Veröffentlicht 07.11.2018

1. Lohnt sich WCM auch für Unternehmen ohne akute Liquiditätsprobleme?

Ja. In Unternehmen liegt in der Regel viel Kapital brach – etwa, weil dieses in einem unnötig hohen Lagerbestand gebunden ist oder weil Kunden spät zahlen. Mit WCM-Massnahmen, die bei den Debitoren, den Kreditoren, der Liquidität und den Beständen ansetzen, wird Kapital freigesetzt. So erhalten die Unternehmen mehr finanziellen Spielraum, den sie z.B. fürs Wachstum nutzen können. Zudem erschliessen sie mit WCM auch unternehmensübergreifende Potenziale entlang ihrer Wertschöpfungskette (Supply Chain). Durch die Optimierung von Prozessen können nachhaltige Kosten- und Qualitätsverbesserungen erreicht werden, die sich direkt auf den Unternehmenserfolg auswirken. 

2. Ist WCM nur für bestimmte Branchen relevant?

Nein. Grundsätzlich ist WCM für alle Branchen geeignet, da die WCM-relevanten Bereiche Kreditoren, Debitoren und Liquidität bei allen Unternehmen eine Rolle spielen und es hier viele Stellhebel zur Optimierung gibt. Bei Unternehmen mit einem Warenlager kommt das WCM-Thema der Bestände hinzu. In welchen der vier WCM-Bereiche Schweizer Unternehmen die grössten Herausforderungen sehen, zeigt diese Grafik: 
 

Tabelle
So stufen Schweizer Unternehmen die Herausforderungen in den vier WCM-Bereichen Bestände, Debitoren, Liquidität und Kreditoren ein.
Quelle: WCM-Studie 2018, SCF-Lab Universität St. Gallen

3. Sind WCM-Bankenlösungen teurer als bankenunabhängige?

Nein. Im Gegenteil. Bankenlösungen wie Factoring, Reverse Factoring oder Dynamic Discounting sind dann attraktiv, wenn ein Unternehmen die beste Bonität innerhalb der Supply Chain ausnutzen will, ohne die eigene Liquidität und Bilanz zur Verfügung zu stellen. WCM-Bankenlösungen verursachen ebenso wie gewisse bankenunabhängige Lösungen Kosten. In der Regel werden diese jedoch durch die Ergebnisse (mehr als) wettgemacht. 
 

Bild von Daniel Maucher
Dr. Daniel Maucher, Leiter Lösungsentwicklung und Betrieb Working Capital Management bei PostFinance
Quelle: Postfinance

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