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Luxus 
Zsa Zsa Gabors Glamour-Nachlass wird versteigert

Gabor
Am Samstag wird der Nachlass der Hollywood-Ikone versteigert.Quelle: Keystone

16 Monate nach dem Tod von Zsa Zsa Gabor wird der Nachlass der Filmdiva versteigert. 1000 Luxus-Gegenstände stehen zum Verkauf.

Veröffentlicht 13.04.2018

Perlenkleider, Himmelbetten, Reisepässe mit dem falschem Geburtsjahr: 16 Monate nach dem Tod von Zsa Zsa Gabor wird der Nachlass der Filmdiva versteigert. Witwer Prinz von Anhalt muss sich von vielen Sachen trennen.

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Ein letztes Mal soll Zsa Zsa Gabor über den roten Teppich laufen. So wünscht es ihr Witwer, der Deutsche Frederic Prinz von Anhalt. Vor der gemeinsamen Bel-Air-Villa, wo die Schauspielerin bis zu ihrem Tod mit 99 Jahren im Dezember 2016 lebte, hat der 74-Jährige einen roten Teppich neben riesigen Fotowänden ausgerollt. Von einem Dutzend Magazin-Covern strahlt die Diva glamourös die Gäste an.

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Ein Bieter offerierte am Donnerstag 12'000 Dollar für den Steinway-Flügel, ein Gabor-Porträt von Margaret Keane wird mindestens 11'000 Dollar einbringen.
Quelle: Keystone

Zwei Tage lang ist bei dem Prinzen offene Tür, bevor am Samstag der Nachlass der Hollywood-Ikone versteigert wird. Fast 1000 Gegenstände, darunter Schmuck, Gemälde, Möbel und Designer-Roben kommen unter den Hammer. Es ist «das letzte Kapitel» im Leben der in Budapest geborene Schauspielerin und früheren «Miss Ungarn», meint ihr neunter Ehemann.

In Gabors langjährige Prunk-Residenz, wo zuvor Howard Hughes und Elvis Presley zeitweise gewohnt hatten, war Von Anhalt vor mehr als 30 Jahren eingezogen. Doch in den nächsten Monaten will der Wahl-Kalifornier mit dem durch Adoption erlangten Adelstitel seine Koffer packen. Schon 2013 hatte ein Investor die Villa für knapp 15 Millionen Dollar gekauft.

«Star Power» wie die Kardashians

Alles in der 50er-Jahre-Residenz erinnert an Zsa Zsa. Sie strahlt von riesigen Gemälden, ihr Schmuck ist in Vitrinen zur Schau gestellt. Im Wohnzimmer mit Blick auf den Pool stehen verschnörkelte Möbel und ein Steinway-Flügel aus dem Jahr 1927. «Darauf haben schon Frank Sinatra und Sammy Davis Jr. gespielt», erklärt Von Anhalt. «Und natürlich meine Frau».

Zwei Räume weiter ist wertvolles Porzellan aufgetischt. «An diesem Tisch sassen Ronald und Nancy Reagan, Grössen aus der Politik und dem Showbusiness, wie Michael Douglas.» Von Anhalt schwelgt in Erinnerungen.

«Gabor war einzigartig, lange vor den Kardashians, vor Paris Hilton oder Cher war sie eine von Glamour umgebene Marke», meint Carolyn Mani vom Auktionshaus Heritage Auctions in Beverly Hills. Sie schreibt der Hollywood-Diva eine grosse Portion «Star Power» zu. Von Fans und Sammlern aus vielen Teilen der Welt seien bereits Online-Gebote für die Auktion eingegangen.

Ein Bieter offerierte am Donnerstag 12'000 Dollar für den Steinway-Flügel, ein Gabor-Porträt von Margaret Keane wird mindestens 11'000 Dollar einbringen. Eine speziell für Zsa Zsa angefertigte Diamanten-Kette mit dem Schriftzug «Dah-ling» hat ein Startgebot von 8000 Dollar. Die gebürtige Ungarin zog ihr Lieblingswort «Darling» gerne in die Länge.

Von Anhalt braucht das Geld gar nicht

Sie sammelte Porzellan, Abendroben und Designer-Taschen. Hermès-Köfferchen aus Krokodilleder stehen in einer Vitrine neben Pillendosen und zwei Reisepässen aus den 1960er Jahren, in denen Gabor ihr Geburtsjahr falsch angegeben und sich damit verjüngt hatte. Ein Fan hat vorab schon 3400 Dollar für Gabors US-Pass aus dem Jahr 1961 geboten.

Natürlich behält Von Anhalt etliche Erinnerungsstücke. «Das Wichtigste ist die Urne mit der Asche meiner Frau, die bleibt bis ans Lebensende bei mir. Ich habe auch wertvollen Schmuck, Münzen und einige Kleider, die ihr sehr viel bedeutet haben».

Geldsorgen habe er überhaupt keine, beteuert der Prinz. Für knapp sechs Millionen Dollar kaufte er sich eine grosse Eigentumswohnung in Los Angeles. Auch in Berlin will er bald ein Standbein haben. «Berlin ist ja die Stadt, wo die Post abgeht, das kann man etwa mit Los Angeles vergleichen», meint Von Anhalt. Doch Hollywood bleibt seine Wahlheimat, und hier hat er sich einiges vorgenommen. Er habe bereits einen Buchvertrag und arbeite mit Hollywood-Agenten an einer TV-Show, wie man zum Prinzen wird.

(sda/bsh)