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Verdienst vs. Aufwand: Das verdienen die Präsidenten der Bundesbetriebe

Thomas Bauer, VR-Praesident der Eidgenoessischen Finanzmarktaufsicht FINMA, spricht bei der Jahresmedienkonferenz der FINMA, am Dienstag, 27. Maerz 2018 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Thomas Bauer: Der Jurist und SVP-Mitglied präsidiert die Schweizer Finanzmarktaufsicht (Finma).

Quelle: Keystone

Thomas Bauer ist der bestbezahlte Präsident eines Bundesbetriebes. Er arbeitet allerdings im Vollpensum. Nicht so die anderen Topverdiener.

Von Marc Bürgi
25.06.2019

Unter den Managern der Bundesbetriebe ist Andreas Meyer der Topverdiener: Trotz einer kleinen Lohneinbusse hat der SBB-Chef auch 2018 am meisten verdient. Das zeigt der am vergangenen Freitag veröffentlichte Kaderlohnbericht des Bundesrats.

Die Managerlöhne machten Schlagzeilen – wenig Beachtung fand hingegen die Entschädigung für die Präsidenten der Bundesbetriebe. Dabei erlaubt der Blick auf diese Löhne interessante Einblicke.

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So zeigt sich: Im Gegensatz zu CEO Meyer war SBB-Präsidentin Monika Ribar nicht die bestverdienende unter den Präsidenten. Ribar kommt auf Platz drei, hinter dem topplatzierten Finma-Präsidenten Thomas Bauer sowie Fritz Schiesser, dem inzwischen zurückgetretenen Präsidenten des ETH-Rats.

Unterschiedlich viel Aufwand als Präsident

Finma-Präsident Bauer machte seinen Job bei der Aufsichtsbehörde allerdings im Vollpensum, während Ribar für ihr Mandat bei der SBB nur 60 Prozent der Arbeitszeit aufwendete. Schiesser erledigte das Amt bei der Hochschule im 80-Prozent-Pensum.

Dies ist die Crux beim Vergleich der Entschädigungen: Je nach Betrieb verursacht das Präsidium unterschiedlich viel Aufwand. Felix Hunziker-Blum, Präsident des Instituts für Geistiges Eigentum, wendete lediglich drei Prozent seiner Zeit dafür auf. Ebenfalls bescheiden war der Aufwand für Stéphane Rossini: Sein Präsidentenjob bei Swissmedic ist ein 10-Prozent-Mandat.

Trotz der eingeschränkten Vergleichbarkeit ist die Frage erlaubt: Wer verdient am meisten, wenn der Verdienst auf hundert Prozent hochgerechnet wird?

Bei dieser Analyse kommt Ruag-Präsident Remo Lütolf auf den ersten Platz – als 100-Prozent-Job hätte ihm das Präsidium weit über eine halbe Million Franken eingebracht. Ebenfalls die Grenze von einer halben Million Franken knackt der Post-Präsident Urs Schwaller.

Und auch bei dieser Sichtweise schafft es Monika Ribar auf den dritten Platz – auf ein Vollpensum hochgerechnet betrug ihre Entschädigung bei der SBB knapp 479'000 Franken.

(mbü)