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Lohn 
So ungerecht ist die Welt des Profi-Fussballs

Das Bild der Fussballs wird von Top-Spieler und ihren Millionen-Gehältern geprägt. Jenseits des Rampenlichts sieht die Welt anders aus: Fast jeder Zweite verdient im Monat weniger als 1000 Dollar.

Von Domenico Sciurti
2016-12-06

Es ist der Traum vor allem vieler Jungen: der Profifussball. Tausende Fans jubeln, während die Spieler sich ein spannendes Match liefern. Auch jenseits des Spielfelds locken Glanz und Glamour: Fussballer, dieses Bild zeichnet Social Media, feiern rauschende Partys, haben immer ein Model an der Seite, Geld spielt keine Rolle. Spitzen-Spieler verdienen obszön viel Geld: 88 Millionen Dollar setzt Cristiano Ronaldo laut «Forbes» 2016 um, er ist der bestbezahlte Sportler der Welt.

Doch die schwindelerregenden Einnahmen der Elite-Fussballer verzerren die Wirklichkeit.  Sie sind alles andere als die Norm: Weniger als 2 Prozent der Spieler verdient im Jahr mehr als 720’000 US-Dollar, wie der 2016 FIFPro Global Employment Report zeigt. Dafür wurden 14'000 Profi-Fussballer in 54 Ländern befragt. 45 Prozent von ihnen erhalten weniger als 1000 US-Dollar pro Monat.

Niedrige Gehälter für Schweizer Profi-Kicker

Auch die Profis in der Schweiz verdienen nicht so viel, wie manche glauben dürften. Im Sommer bat die Neue Zürcher Zeitung mehrere Klubchefs darum, den durchschnittlichen Monatslohn eines Schweizer Fussballers zu schätzen. Es zeigte sich, dass der Grundlohn in der Super League bei knapp 15’000 Franken liegt. In der Challenge League liege der Durchschnittslohn noch tiefer –  bei rund 3500 Franken.

Der 2016 FIFPro Global Employment Report offenbart: In kaum einer Branche ist die Ungleichheit grösser als im Profi-Fussball. Der Bericht teilt den globalen Fussball in drei Segmente:

Der oberste Rang: Er besteht aus der Fussballelite – Spieler mit überlegenem Talent und Können. Sie sind es auch, die die besten Arbeitskonditionen geniessen. In erster Linie sind sie in den fünf grossen Europäischen Ligen beschäftigt: Premier League, Bundesliga, La Liga, Serie A, Ligue 1.

Der mittlere Rang: Spieler mit moderaten Arbeitsbedingungen. Ihre Arbeitgeber befinden sich in gut regulierten und nachhaltig finanzierten Märkten, beispielsweise Skandinavien, Australien, den USA in Top-Klubs in Südamerika.

Der untere Rang: Spieler, die diesem Segment angehören, stehen laut der Studie konstant unter Druck. Die Arbeitsbedingungen sind oft heikel, die Spieler werden vielfach ausgenutzt. Die Studie zeigt, dass dies vor allem in Osteuropa, Afrika und in manchen Ländern Lateinamerikas vorkommt.

Die wichtigsten Zahlen zur ungerechten Welt des Profi-Fussballs finden Sie in der Bildergalerie oben.

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