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Raiffeisen-Präsident Rüegg-Stürm will doch nicht mehr

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Johannes Rüegg-Stürm: Der Wirtschaftsprofessor ist seit 2008 Präsident von Raiffeisen.Quelle: Raiffeisen

Vor wenigen Tagen noch wollte Raiffeisen-Präsident Johannes Rüegg-Stürm für eine weitere Amtszeit antreten. Von diesem Plan rückt er nun ab.

Veröffentlicht 08.03.2018

 Noch am letzten Sonntag zeigte sich Johannes Rüegg-Stürm von der Kritik unbeeindruckt. Er wolle im Sommer für eine weitere Amtszeit antreten, sagte der Raiffeisen-Präsident im Interview mit der «NZZ am Sonntag». Von diesem Plan muss Rüegg-Stürm nun abrücken. Der Präsident tritt per sofort zurück. Das berichtet der «Blick» unter Bezug auf eine Mitarbeiter-Information, die demnach vor wenigen Minuten verschickt wurde.

«Überrascht und schockiert» von Vincenz-Affäre

Rüegg-Stürm ist seit 2008 Präsident der Genossenschaftsbank – er nahm die Aufsichtsfunktion also auch in der Ära Vincenz wahr. Im Interview mit der «NZZ am Sonntag» wies der langjährige Präsident aber eine Verantwortung zurück. Die möglicherweise kriminellen Interessenkonflikte des ehemaligen Bank-CEOs Vincenz hätten ihn «überrascht und schockiert», sagte der Präsident.

Rüegg-Stürm liess auch keine Kritik an der Corporate Governance bei der Bank gelten: Dass die Frau von Pierin Vincenz die Rechtsabteilung der Bank leitete, sei auf ihre ausgezeichnete Arbeit zurückzuführen. Er habe «keine Veranlassung» gesehen, gegen diese heikle Führungsstruktur einzuschreiten.

Doris Leuthard wird nicht Nachfolgerin

Rüegg-Stürm hat das Präsidium im Teilzeitpensum geführt – daneben ist er Professor und Institutsleiter an der Universität St. Gallen. Sein Nachfolger oder seine Nachfolgerin werde das Amt wohlmöglich im Vollzeitpensum ausüben, sagte Rüegg-Stürm am vergangenen Wochenende. Nicht als Nachfolgerin in Frage kommt Bundesrätin Doris Leuthard: Sie hat entsprechende Spekulationen zurückgewiesen.

(mbü/me)

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