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Tech-Investor 
Peter Thiel verabschiedet sich vom Silicon Valley

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Peter Thiel: Er ist einer der Mitgründer des Online-Bezahldiensts Paypal.Quelle: Alex Wong/Getty Images

Peter Thiel zählt zu den Facebook-Investoren der ersten Stunde. Nun aber entfernt sich der Milliardär vom Silicon Valley – und verlegt seine Aktivitäten nach Los Angeles.

Veröffentlicht 15.02.2018

Peter Thiel ist eine Ausnahmeerscheinung im Silicon Valley. Der Mitgründer vom Bezahldienst Paypal ist einer der einzigen bekannten Vertreter der US-Techindustrie, der Donald Trump im Wahlkampf öffentlich unterstützte. Er scheut auch sonst nicht davor zurück, unkonventionelle Meinungen zu äussern – und hat darum viele Kritiker im Umfeld von Facebook, Google und den anderen Internetkonzernen.

Nun entfernt sich der Milliardär auch physisch vom Zentrum der US-Techindustrie. Er verlegt seine Aktivitäten nach Los Angeles und wohnt künftig auch dort, wie das «Wall Street Journal» unter Berufung auf Insider berichtet. Offenbar fühlte sich Thiel im linksgerichteten Nordkalifornien zunehmend politisch isoliert. «Das Silicon Valley ist ein Ein-Parteien-Staat. Da bekommt man Probleme, wenn ihr alle politisch auf einer Seite steht», sagte der Investor laut dem «WSJ» kürzlich an einem Vortrag an der Stanford Universität.

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Offenbar hat der 50-Jährige sogar mit dem Gedanken gespielt, sich aus der Führung von Facebook zurückzuziehen, sich aber vorerst dagegen entschieden. Thiel gehört zu den ersten Investoren beim Sozialen Netzwerk, vor allem dank seiner Facebook-Beteiligung ist er zu seinem Milliardenvermögen gekommen.

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Thiel und Trump Ende 2016: Der Investor folgte einer Einladung des frischgewählten US-Präsidenten an verschiedene Vertreter der Techindustrie.
Quelle: Drew Angerer/Getty Images

Bei Facebook war Thiels Unterstützung für den Präsidenschaftsbewerber Trump schlecht angekommen – Mitarbeiter beklagten sich im Intranet des Konzerns. Und sogar in der Führung des Sozialen Netzwerks stiess Thiel auf Gegenwind. Die «New York Times» veröffentlichte letztes Jahr ein persönliches E-Mail von Neflix-Chef Reed Hastings an Thiel. Hastings – wie Thiel Verwaltungsrat von Facebook – stellte in dem E-Mail Thiels Sitz bei Facebook in Frage.

In Los Angeles plant Thiel laut dem «WSJ» nun ein Medienprojekt. Der Milliardär möchte mit dem Vorhaben demnach für rechtsgerichtete und konservative Themen Platz in der Öffentlichkeit schaffen.

(mbü)