Otto B. Happel, LU

2–3 Milliarden

Segeln wirkt auf Laien wie das reinste Freizeitvergnügen. Wer jedoch eine anspruchsvolle Regatta gewinnen will, muss trainieren wie jeder Hochleistungssportler. Der Wahlluzerner Otto B. Happel hat mit einer Crew um den holländischen Skipper Henk van der Vaart anderthalb Jahre regelmässig geübt. Lohn: der Sieg mit seiner Racing-Yacht «Black Dragon» beim Maxi Yacht Rolex Cup vor Porto Cervo an der sardinischen Costa Smeralda. Die Genfer Nobeluhrenfirma sponsert traditionell exklusive Bootswettfahrten. Rolex-Chef Patrick Heiniger spendierte Happel neben dem Pokal selbstverständlich auch ein hauseigenes Produkt, eine Rolex Oyster Perpetual Submariner.

Juri Shefler, GE

200–300 Millionen

Es wirkt wie ein Rückfall in den Kalten Krieg: Die Volksrepublik China jedenfalls schlägt sich auf die Seite des Exilrussen und Wahlschweizers Juri Shefler – und fügt so Russland eine Niederlage zu. Das so genannte Chinese Trademark Review and Adjudication Board (TRAB) jedenfalls sprach jüngst Sheflers in Genf domizilierter Firma S.P.I. das alleinige Verkaufsrecht am Markenwodka Stolichnaya im bevölkerungsreichsten Land der Welt zu. Und nicht dem Staate Russland. Das Umsatzvolumen dieses Bestsellers wird bereits jetzt auf rund 500 Millionen Franken geschätzt. Tendenz steigend, auch wegen der neuen chinesischen Chance.

Hans-Dieter Cleven, ZG

100–200 Millionen

Beruflich verschlug es den Deutschen Hans-Dieter Cleven schon vor mehr als drei Jahrzehnten in die Zentralschweiz. Der Kaufmann zügelte an den Zugersee, als sein Chef und Ziehvater Otto Beisheim die Holding des internationalen Handelskonzerns Metro nach Zug bugsierte. Doch erst nach seiner Pensionierung deponierte der inzwischen 62-Jährige gemeinsam mit Gattin Eveline jetzt zur Bürgergemeindeversammlung am 5. Oktober in Hünenberg ZG ein Gesuch um Einbürgerung. Willkommen!

Eliette von Karajan, GR

100–200 Millionen

Wer den Schaden hat, darf – für Spott sorgen. .............................................
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.......................................................................................... ... streicht der Zürcher Rechtsanwalt überdies recht saftige Honorare ein, je nach Parteisicht zwischen 800 und 1100 Franken. Pro Stunde. Die Zahlen sind dokumentiert in einem Urteil des Kantonsgerichts Graubünden. Nachdem BILANZ diese Zahlen publik gemacht hatte, reichte Werner Kupper beim Bündner Gericht ein Gesuch ein: Diese Passagen möchten aus der schriftlichen Urteilsbegründung getilgt werden. Abgelehnt.

Gunter Sachs, BE

300–400 Millionen

Der Boulevard sehnt den 2. November herbei. An diesem (Allerseelen-)Tag wird der deutsche Piper Verlag einen vermutlichen Bestseller in die Verkaufsregale stellen: «Mein Leben» von Alt-Playboy Gunter Sachs. «Hier erzählt er sein Leben», kündigen die Verkäufer an und: «Das ist oft anders, als die bunten Schlagzeilen über den grossen Verführer und Paradiesvogel des Jetset vermuten lassen.» In der Tat gilt der 73-jährige Schweizer, Mathematiker, Wirtschaftswissenschaftler und begnadete Fotograf auch als fabelhafter Formulierer.

Eine Kostprobe lieferte Gunter Sachs einmal in einem Interview mit der «Weltwoche». In seiner Erinnerung an die persönliche hohe Zeit in den fünfziger und sechziger Jahren («Die Playboys waren gesellschaftliche Highlights ihrer Epoche») erklärte Sachs, warum er heute, bitte, nicht mehr als Playboy tituliert werden mag. Für einen Playboy alter Schule «ist es peinlich, mit lautstarken Provinz-Casanovas ohne Manieren verwechselt zu werden oder mit Aufschneidern in Cabrios, die mit der letzten Rolex und vielen steilen Zähnen in der Hotelbar auf Englisch bestellen.» Der blanke Horror war es für Gunter Sachs, als er einen Fernsehbeitrag sah: Da «tummelte sich an einer Erotikmesse ein nackter Mann im Pornoshop und posaunte, er könne jede Nacht eine andere ‹knacken›. Dazu lieferte der Fernsehsender den Untertitel: Niko Steinle, Playboy.» Entsetzlich.

Siehe zu diesem Bericht das Bilanz-Interview mit Dr. Werner Kupper «Performance über dem Durchschnitt» vom 17. Januar 2006

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