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Martin Nydegger

Martin Nydegger

Chef Schweiz Tourismus

Martin Nydegger wird der neue Chef von Schweiz Tourismus. Bis zu seiner Wahl war der 46-Jährige in der breiten Öffentlichkeit kaum aufgefallen. Mit einer Ausnahme: 2004 taufte er als Tourismusdirektor von Scuol einen zuvor namenlosen Gipfel auf Piz Amalia. Dies zu Ehren der damals frisch geborenen niederländischen Prinzessin und der Niederlande an sich – eines wichtigen Markts für das Ferienland Schweiz.
Nydegger, Bauernsohn aus dem bernischen Schwarzenburg, war als Erstgeborener dazu bestimmt, den elterlichen Hof zu übernehmen. Er absolvierte eine Lehre als Landmaschinenmechaniker, um festzustellen, dass dies nicht seine Sache ist. Stattdessen schlug er einen eigenen Weg ein, wurde Tourismusfachmann und hängte einen Executive MBA an der University Strathclyde in Glasgow an. In die Praxis startete er in Scuol im Unterengadin, dann vertrat er im Auftrag von Schweiz Tourismus das Reiseland Schweiz in Holland. 2008 kehrte er in die Zentrale nach Zürich zurück – als Geschäftsleitungsmitglied mit Verantwortung Unternehmensentwicklung. In dieser Rolle war er federführend bei der Entwicklung der «Grand Tour of Switzerland», dieser 1643 Kilometer langen Route durch die schönsten Landschaften der Schweiz.
Nydegger hat das Rennen gegen 150 andere Bewerber gemacht. Gemäss Vorstand habe er die Kriterien am besten erfüllt. «Basierend auf seiner internationalen Tourismuserfahrung, seiner strategischen Kompetenz und seinem weltoffenen Geist sowie seiner Portion Kontinuität, ist er der Richtige», wird Jean-François Roth, Vorstandspräsident bei Schweiz Tourismus, in einer Mitteilung zitiert.
Dass er einer von innen ist, sieht Martin Nydegger selbst als grosses Plus. «Mein Vorteil war, dass ich in allen Disziplinen zu Hause bin», sagt er, zudem kenne er den «Organismus Schweiz Tourismus» sehr gut. Nydegger übernimmt eine grosse Aufgabe in einer stark aufgestellten Organisation: «Schweiz Tourismus hat grosse Herausforderungen vor sich», sagt er und zählt auf: Digitalisierung, Veränderung der Gästestrukturen, Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit, Erneuerung der Infrastrukturen und Angebote. Die grösste Herausforderung? «Wir haben in den letzten Jahren sinkende Logiernächte verzeichnet, das müssen wir ändern.»

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