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  3. Tennisstar Roger Federer und Schokoladenhersteller Lindt & Sprüngli verlängern Partnerschaft

Markenbotschafter 
Werben mit Federer ist attraktiv – das weiss auch Lindt & Sprüngli

Auch als Schleckmaul ist Roger Federer sportlich topfit.
Roger Federer: Ist als Werbebotschafter nach wie vor sehr begehrt. Quelle: ZVG

Roger Federer verlängert seine Partnerschaft mit Lindt & Sprüngli. Für beide Seiten ist es der «perfekte Match» – auch wenn er den Schokoladenhersteller einige Millionen jährlich kostet.

Veröffentlicht 14.12.2017

Wie als Sportler, als Schweizer mit internationaler Ausstrahlung und als Familienmensch scheint Roger Federer auch als Werbebotschafter kein bisschen an Beliebtheit eingebüsst zu haben. Mit Eleganz und Konstanz bewegt sich Federer in der Corporate World von Satz zu Sieg.

Am Mittwoch hat der Schweizer Schokoladenhersteller Lindt & Sprüngli verlängert. Für den Schokoladenhersteller ein Coup, da Roger Federer wohl der bekannteste Schweizer der Welt ist. Aber Federer weiss auch: Eine Marke braucht neben Strahlkraft und einer passenden Botschaft – wie in diesem Fall Swissness und Qualität auf hohem Niveau – auch Beständigkeit.

Es läuft wie geschmiert – auf dem Platz und bei den Werbeeinnahmen

Mit den meisten Brands, für die der beste Tennisspieler aller Zeiten sein Gesicht hergibt, sind die Deals auf mehrere Jahre abgeschlossen. Dabei scheint Federer gleich präsent zu sein wie auf dem Court: Mit konstanten Leistungen, mehr als von einigen gedacht, ist der 19-fache Grand Slam Sieger nach wie vor höchst erfolgreich unterwegs und hat im vergangenen Jahr mit dem Sieg in Wimbledon definitiv ein fulminantes Comeback geschafft. Wobei seine sportlichen Leistungen sowieso keinen Einfluss auf seine Werbeeinnahmen hatten.

Selbst als er 2013 auf den sechsten Platz in der Weltrangliste rutschte und in diesem Jahr sowieso nicht alles so lief, wie sich Federer wünschte, sprudelten die Werbegelder. Aus finanzieller Sicht hingegen war 2013 fabelhaft für den Tennisstar. Seine zehn Sponsoren sollen Federer in diesem Jahr geschätzte 41,5 Millionen einbringen. Zu den Firmen, die Federer als Markenbotschafter vertritt, gehören unter anderem die Credit Suisse, Rolex, Mercedes-Benz, Nike, Wilson, Barilla und eben Lindt & Sprüngli.

Perfekter Match

Laut Federer scheint Lindt & Sprüngli ein besonderer Sponsor für ihn zu sein: «Ich bin mit Lindt aufgewachsen. Daher ist die enge Zusammenarbeit für mich als begeisterter Schokoladefan mit Kindheitserinnerungen verbunden. Ich werde auf meinen Reisen immer wieder auf Lindt angesprochen», so Federer.

Dass sich auch Lindt & Sprüngli vom verlängerten Vertrag begeistert zeigt, ist nach diesem Jahr, in dem Roger Federer Sportgeschichte geschrieben hat, nur logisch. Federer und Lindt sind beides Schweizer Marken, die eine fast weltweite Bekanntheit für das kleine Alpenland ausstrahlen. «Lindt steht gemeinsam mit Roger Federer für höchste Schweizer Qualität», schwärmt dann auch Ernst Tanner, Verwaltungsratspräsident von Lindt & Sprüngli.

Federer verdiente 2017 rund 60 Millionen Dollar

Dieser «perfekte Match» mit Lindt besteht seit 2009. Der Vertrag wurde in dieser Zeit auch im Stillschweigen wieder verlängert. Jetzt wollte das Schweizer Unternehmen aber nochmals stolz darüber informieren, dass man die Zusammenarbeit mit Federer verlängere. Federer war ohnehin der erste Botschafter von Weltformat für das Schweizer Schokoladenhaus.

Das Wirtschaftsmagazin Forbes schreibt, dass Federer laut Brancheninsidern bei dem Deal mit dem Schweizer Traditionshaus rund 20 Millionen Dollar kassiert. Das ist durchaus möglich, da der Tennisstar an diversen Anlässen des Schokoladenherstellers präsent ist. Insgesamt dürfte Federer laut Forbes 2017 über 64 Millionen Dollar verdient haben, davon sind «nur» 6 Millionen Dollar Preisgelder. Damit reiht sich der Baselbieter in die Reihe von  Namen wie Fussballer Ronaldo oder Basketballer James Le Bron ein und gehört zu den bestverdienensten Sportlern der Welt.

2018 wird auch eine mögliche Verlängerung des Werbevertrages mit der Credit Suisse anstehen. Wohl auch hier wird Roger Federer auf Konstanz setzen und den Vertrag mit der Schweizer Grossbank erneuern. Die Konditionen bei der Credit Suisse sind übrigens: 6 Millionen Franken im Jahr für Federer, davon eine Million für seine Stiftung.

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