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Gespräch 
Klaus Schwab: «Ich bin sehr besorgt»

Gibt sich besorgt: WEF-Präsident Klaus Schwab.  Keystone

Er warnt die Schweiz vor ­Abschottung und Populismus. Klaus Schwab über aktuelle Bedrohungen – und sein neues Ziel: zehn weitere Jahre an der Spitze des WEF.

Veröffentlicht 07.01.2015

WEF-Gründer Klaus Schwab warnt die Schweiz vor Abschottung. «Wenn die Schweiz ihre Spitzenstellung behalten will, muss sie für die Talente attraktiv sein», betont der WEF-Gründer im Bilanz-Interview. «Die einheimischen Talente genügen nicht. Eine Abschottung von Talenten führt zu wirtschaftlichem Niedergang.» Er kritisiert die jüngste Flut an Abstimmungen. «Durch die permanenten Änderungen im Rechtssystem stellt sich die Schweiz als optimaler Wirtschaftsstandort selbst in Frage.»

An dem System der direkten Demokratie wolle er zwar nicht rütteln. «Aber man muss sich überlegen, wie man das System anpassen kann. Sind zum Beispiel 100'000 Unterschriften für ein Referendum bei der heutigen Bevölkerungszahl noch angemessen? Und ist es fair, dass bestimmte Kreise für die Finanzierung von Referenden über deutlich mehr Finanzkraft verfügen?»

Zehn weitere Jahre an der Spitze

 Der 76jährige will zudem länger an der WEF-Spitze bleiben als bisher kommuniziert. Bislang galt es als sein Plan, das 50. Weltwirtschaftsforum in Davos im Jahr 2020 zu erleben. «Daraus ist in der Zwischenzeit 2025 geworden», betont Schwab.

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