Scheu in der Schweizer Heimat, posiert die Millionenerbin Katharina Liebherr (37) auf den Britischen Inseln bisweilen vor (Vereins-)Fotografen – zur Freude der Fans des Fussballclubs FC Southampton, den die Investorin vom Zürichsee von ihrem 2010 verstorbenen Vater Markus Liebherr geerbt hat. Unter der Regie seiner Tochter haben die Kicker in der vergangenen Saison erstmals einen Gewinn in Höhe von umgerechnet mehr als 50 Millionen Franken eingespielt – nach rund zehn Millionen Franken Verlust in der vorangegangenen Spielzeit.

Zusammen mit ihren ­Beratern präsentiert die Enkelin des Baumaschinen-­Konzernherrn Hans Liebherr das Zahlenwerk ihrer Holding mit dem Namen St  Mary’s Football Group Limited. Auf der Fotografie der kaufmännischen Gewinner dominiert Swissness: Die Schweizer Clubeignerin wird flankiert von ihrem Schwyzer Nachbarn, dem Ex-Trainer der Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft Ralph Krueger, seit 2014 Chairman der liebherrschen Fussball-Firma, und vom St. Galler Wirtschaftsanwalt Hans Hof­stetter aus der Sozietät Schoch, Auer & Partner. Nur Southampton-CEO Gareth Rogers stammt von den Britischen Inseln.

Einnahmen werden rasant steigen

Die Einnahmen des derzeit auch sportlich erfolgreichen Clubs werden rasant steigen – garantiert dank steigender TV-Gelder. Der Bezahlsender Sky und British Telecom werden ab 2016 für drei Jahre gegen neun Milliarden Franken für Senderechte aus den 20 Stadien der Premier League zahlen. Schon in der letzten Spielzeit hat der FC Southampton allein für diese Übertragungsrechte mehr als 120 Millionen Franken kassiert – leicht mehr, als der FC Basel mit 115 Millionen als erfolgreichster Schweizer Fussballverein insgesamt umgesetzt hat.

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