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Jorge Lemann
Quelle: Andrea Graiz

Jorge Lemann

König Midas» wurde Jorge Lemann (79) auch schon genannt. Denn was der Brasilien-Schweizer mit Wohnsitz am Zürichsee anfasst, wird zu Gold. Jedenfalls war dies viele Jahre lang so. 2018 trug ihm nun schwerste Verluste ein, zumindest bei seinen Hauptbeteiligungen. Sein Vermögen schrumpfte innert gerade mal 52 Wochen um sage und schreibe sieben Milliarden Franken – Rekordverlust unter den 300 Reichsten. 
 
Alleine seine wichtigste Beteiligung, ein Paket von rund zehn Prozent am weltgrössten Brauer AB InBev, verlor etwa fünf Milliarden an Wert. Nach Jahren der Expansion schäumt das Geschäft weniger auf. Vorsichtshalber hat AB InBev die Dividende halbiert, die Anleger schickten die Aktien subito auf Talfahrt. Rund ein Drittel an Börsenwert verloren hat der von ­Lemanns Investmentfirma 3G Capital und dem US-Gossinvestor Warren Buffett (88) fusionierte Nahrungsmittelkonzern Kraft Heinz. Die Massnahmen für mehr ertragsstarkes Wachstum waren bislang für die Katz, die Aktionäre reagierten erbarmungslos. Lemann hatte auch dabei geholfen, Tim Hortons und Burger King zu Restaurant Brands zu verschmelzen. 2018 bröckelte die dritte Säule seines Vermögens, wenngleich nicht so stark. 
 
Wenig erfreulich für Jorge Lemann und Ehefrau Susanna Mally Lemann, eine Spezialistin für Bildung, ist zudem eine Untersuchung wegen möglichen Spesenmissbrauchs am Institut IFF der Uni St. Gallen. Betroffen ist Professor Peter Sester, dessen Lehrstuhl bis 2030 von der Lemann Foundation gesponsert wird. Die möglichen Verfehlungen beziehen sich zwar nicht direkt auf die Stiftung, sind aber dennoch ärgerlich für das Ehepaar Lemann.

(Stand: November 2018)

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