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Jorge Lemann

Jorge Lemann

Lange sah es danach aus, als ob die Übernahme des britischen Bierkonzerns SABMiller durch den weltgrössten Brauer AB InBev in trockenen Tüchern wäre. Jorge Lemann, der AB InBev mittels Akquisitionen zu heutigem Volumen aufschäumen liess, hat die Aktionäre von SABMiller mit immer süsseren Offerten gelockt. Doch wegen der Pfundschwäche musste der Brasilien-Schweizer nochmals nachbessern. Im September gaben die SABMiller-Aktionäre grünes Licht für den 100 Milliarden Franken teuren Deal. Der Einkauf könnte AB InBev über die Durststrecke hinweghelfen. Denn im dritten Quartal brach der Gewinn um 60 Prozent ein. Auch die Aktien stürzten ab, was Lemann als Hauptaktionär – er kontrolliert ein Achtel des Kapitals – einige Milliarden kostete.

Besser läuft es bei den Beteiligungen, die der 77-Jährige über die von ihm und zwei Partnern gegründete Investmentfirma 3G Capital hält. Die Aktien des von ihm und dem US-Financier Warren Buffet (86) zur Kraft Heinz zusammengeschweissten Konzerns legten deutlich zu. Mit der von Lemann kreierten Holding Restaurant Brands, die Burger King und Tim Hortons umfasst, liess sich ebenfalls gutes Geld verdienen. Die Kursgewinne jedoch konnten die Einbussen der AB-Inbev-Aktien nicht ganz ausgleichen.

Der sechsfache Vater schraubt seine Geschäftsreisen zusehends zurück. Lieber dirigiert er das Milliardenimperium bequem von seiner Villa am Zürichsee aus. Bei den wichtigsten Unternehmen hat er längst eigene Leute installiert. Seine Interessen bei AB InBev nehmen sein ältester Sohn Paulo Alberto (48) im Verwaltungsrat sowie Carlos Brito (56) in der Konzernleitung wahr.

 

(Stand: Dezember 2016)

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