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Auktion 
Joplins Hippie-Porsche löst Rekordsumme

Janis Joplins Porsche 356: Die ursprüngliche Farbe schien der Sängerin zu langweilig.  Keystone

Nicht ein Mercedes sondern ein Porsche von Janis Joplin kam in New York unter den Hammer. Das buntbemalte Cabriolet übertraf seinen Schätzwert um ein Vielfaches und sorgte gar für einen Rekord.

Veröffentlicht 11.12.2015

Der berühmte psychedelische Porsche von US-Rocklegende Janis Joplin ist in New York für den Rekordpreis von knapp 1,8 Millionen Dollar versteigert worden. Das ist rund das Dreifache des Schätzpreises.

«Oh Lord, won't you buy me a Mercedes Benz?», sang Janis Joplin einst – dabei hatte sie selbst schon einen Porsche. Der wurde jetzt verkauft – zum gut 5000-fachen dessen, was Joplin bezahlt hatte.

Gute Investition

Der Porsche 356 Cabriolet aus dem Jahr 1964 ging in einem fünfminütigen Bietergefecht an seinen neuen Besitzer, wie das Auktionshaus RM Sotheby's am Donnerstag (Ortszeit) in New York mitteilte.

Den Auktionatoren zufolge ist es der höchste Preis, der bislang für einen Porsche 356 gezahlt wurde. Geschätzt worden war der Wagen auf 600'000 Dollar. Joplin hatte den Wagen 1968 gekauft – für 3500 Dollar. Weil ihr dessen «Austernweiss» zu langweilig war, liess sie den Wagen hippiemässig bunt bemalen: Blumen, Schmetterlinge, Vögel und eine Berglandschaft.

Joplins Begleiter bis zu ihrem Tod

Die 1970 an einer Überdosis gestorbene Joplin fuhr den Wagen ständig. «Janis ist mit dem Wagen überall hingefahren in San Francisco und runter nach Los Angeles für Aufnahmen», hatte ihre Schwester Laura bei der Ankündigung der Auktion im September gesagt.

«Wo immer sie mit dem Wagen hinfuhr, haben die Fans sie erkannt. Wenn sie zum Parkplatz zurückkam, war immer mindestens ein Brief von einem Fan unter dem Scheibenwischer.»

Der Wagen wurde mehrfach restauriert und soll in sehr gutem Zustand sein. Joplin war 1970 nach einer Überdosis tot in einem Hotelzimmer gefunden worden. Vor der Tür stand der Porsche. Seit Joplins Tod war der Porsche in Familienbesitz. Seit 1995 stand er als Leihgabe in der Rock and Roll Hall of Fame in Cleveland, bis die Familie schliesslich beschloss, ihn zu verkaufen.

(sda/jfr)

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