Am 19. August konnte Ilias Läber seine Sachen packen: An jenem Tag schloss der dänische Logistikkonzern DSV die Übernahme des Basler Konkurrenten Panalpina ab. Läber und die anderen sieben bisherigen Verwaltungsräte traten zurück, so wie das an der ausserordentlichen GV einen Monat vorher beschlossen worden war. DSV besetzte das Gremium umgehend mit seinen eigenen Leuten.

Für den 45-Jährigen kein Grund zur Traurigkeit, im Gegenteil: Jahrelang hatte er im Board als Vertreter des drittgrössten Aktionärs Cevian Capital (12,3 Prozent der Anteile) auf eine Fusion oder Übernahme von ­Pan­alpina gedrängt, um den Firmenwert zu steigern.

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Auch bei Cevian ist Schluss

Jetzt, da er sein Ziel erreicht hat, tritt er nicht nur bei Panalpina zurück: Auch bei Cevian hat Läber seine Kündigung auf den 1. September eingereicht und seine Anteile zurückgegeben. «Mit dem Verkauf von Pan­alpina ist für mich der richtige Moment gekommen, auch das Kapitel Cevian abzuschliessen und ein neues aufzuschlagen», sagt Läber, der über elf Jahre bei der schwedischen Beteiligungsgesellschaft war.

Jetzt strebt der ehemalige McKinsey-Berater und Finanzfachmann ein bis zwei neue Verwaltungsratsmandate an. Dass er während seiner sechs Jahre im Panalpina-Board das Audit, Risk and Compliance Committee präsidierte, dürfte für die Pläne hilfreich sein. «Für den Rest meiner Zeit bin ich offen für eine Corporate Position», sagt er.

Bei Cevian soll eine neue Person Läbers Partnerposition einnehmen. Im Zürcher Office haben derzeit noch Cevian-Co-Gründer Lars Förberg, Friederike Helfer sowie Jens Tischen­dorf Partnerstatus.

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