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Quelle: Bilanz

Heidi Goëss-Horten

Die Österreicher überrannten diesen Sommer das Wiener Leopold Museum, weil eine Sammlung gezeigt wurde, mit der kein Mensch gerechnet hatte. Bezeichnend der Titel: «WOW! The Heidi Horten Collection». Man staunte über 170 Exponate, die die Handschrift von Meistern wie Chagall, Picasso, Basquiat, Schiele, Bacon oder Klee trugen. Die Erbin des deutschen Kaufhauskönigs Helmut Horten hat die Sammlung ihres 1987 verstorbenen Gatten kenntnisreich und feinfühlig erweitert, was viele Österreicher überraschte. Dass heimische Medien auf die Nazi-Kooperationen Helmut Hortens verwiesen und von einer verschmutzten Kollektion sprachen, hielt die Menschen nicht vom Besuch ab – weshalb die Ausstellung denn auch um fünf Wochen verlängert wurde.

Derweil scheint die Kunstsammlerin ihren Bezug zur Wahlheimat Schweiz etwas zu vernachlässigen. Für die Ratssitzungen im Haus der Helmut Horten Stiftung in Agno TI lässt sich die 77-Jährige dem Vernehmen nach stets entschuldigen.

 

(Stand: November 2018)

 

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