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Gerhard Pfister und seine Pläne für die CVP

Gerhard Pfister: Der Zuger politisiert am rechten Flügel der CVP.  Keystone

Der neue CVP-Präsident Gerhard Pfister setzt zum Spagat an. Selber politisiert er am rechten Flügel der Partei, diese besteht aber aus unterschiedlichen Positionen. Schafft er den Ausgleich?

Veröffentlicht 25.04.2016

Die CVP Schweiz hat am Samstag bei der Delegiertenversammlung in Winterthur erwartungsgemäss den Zuger Nationalrat Gerhard Pfister zu ihrem neuen Präsidenten gewählt.

Gerhard Pfister politisiert am rechten Flügel der CVP, was parteiintern auch für Kritik sorgte. Die Partei traut dem 53-Jährigen aber zu, die CVP wieder zu einer der führenden bürgerlichen Kräfte in der Schweiz zu machen. Dass er nicht in der Mitte der CVP politisiert, ist Pfister bewusst: «Dennoch bin ich überzeugt, dass ich den Ausgleich schaffen kann», sagte er in einem Interview mit der «Ostschweiz am Sonntag».

Gerade die verschiedenen Positionen machen für Pfister die Partei aus: «Die CVP ist nach wie vor ein Fusionsprojekt aus Christlich-Sozialen und Katholisch-Konservativen.» Diese Vielfalt sei etwas vom Faszinierendsten an der Partei, sagt der Katholik aus dem Kanton Zug.

Seit vielen Jahren Nationalrat

Der 53-jährige Pfister, der Mitglied des Parteipräsidiums der CVP Schweiz ist, sitzt seit 2003 im Nationalrat. Dabei ist er nicht gerade als Wortführer seiner Fraktion aufgefallen. Er gilt aber auch nicht als Hinterbänkler.

Pfister ist Mitglied der staatspolitischen Kommission und der aussenpolitischen Kommission. Zudem ist er Präsident der Immunitätskommission. 60 Vorstösse gehen gemäss Datenbank seit 2003 auf Pfister zurück. Als Schwerpunkte seiner politischen Tätigkeit bezeichnet er auf seiner Internetseite Wirtschaft, Bildung, Migration, Aussenpolitik und Staatspolitik.

Vor seinem Nationalratsmandat politisierte Pfister von 1998 bis 2003 im Zuger Kantonsrat. Von 1998 bis 2008 präsidierte er auch die Kantonalpartei.

Vom Lehrer zum Verwaltungsratspräsidenten

Derzeit ist Pfister Kampagnenleiter der CVP-Initiative «Für Ehe und Familie – gegen die Heiratsstrafe», über die am 28. Februar abgestimmt wird.

Pfister studierte Germanistik und Philosophie und war als Lehrer tätig, unter anderem im familieneigenen Internatsbetrieb, der allerdings 2012 seine Tore schloss. Aktuell ist Pfister Verwaltungsratspräsident und -mitglied mehrerer Unternehmen.

(sda/jfr)

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