Dass die Forscher in den Ferring-Laboren nach einem neuen Medikament zur Behandlung von Prostatakrebs-Patienten suchten, wusste die Fachwelt seit Jahren. Die Frage war, wann die Zulassung der europäischen Gesundheitsbehörden bei der Ferring Holding in St-Prex VD eintreffen würde. Am 24. Jahreskongress der Europäischen Urologenvereinigung wurde die Frage jetzt beantwortet. Die Brüsseler Bürokraten erteilten die Genehmigung. Im Sommer wird Ferring das Hormonpräparat Firmagon europaweit lancieren.

Ferring-Sprecherin Sibille Engels beziffert die Zahl möglicher Patienten weltweit im höheren sechsstelligen Bereich. Das dürfte Ferrings Umsatz beflügeln. Die Verkaufserlöse der Ferring Pharmaceuticals, Spezialist bei Wachstumsstörungen, Darmerkrankungen, Unfruchtbarkeit und eben für Urologie, werden auf rund 1,2 Milliarden Franken geschätzt. Gegen 3000 Mitarbeitende forschen und verkaufen in rund 45 Ländern für die Familienfirma. Ferring-Chairman Frederik Paulsen (58) hat erst im Februar infolge der exzellenten Geschäftsentwicklung am Genfersee eine neue Geschäftsleitung berufen und seinen langjährigen Topmanager Michel Pettigrew zu deren Präsidenten ernannt.

VERMÖGEN: 1-1,5 MILLIARDEN FRANKEN

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