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Andre Hoffmann, Praesident Fondation Hoffmann mit Ehefrau
Quelle: Fadi Kheir

Familien Hoffmann und Oeri

Der Pharmakonzern Roche durchläuft eine kritische Phase. MabThera, Avastin und Herceptin, seine drei wichtigsten Krebsmedikamente, verlieren den Patentschutz, ein Umsatzvolumen von mehr als 20 Milliarden Franken steht auf dem Spiel. Die Frage, ob der Ablöseprozess gelingen wird, beschäftigt die Investoren. Dennoch hat der Aktienkurs im Jahresvergleich leicht zugelegt. Roche sendet optimistische Signale und verweist auf sich erfreulich entwickelnden Nachschub.

Der grösste Hoffnungsträger ist Ocrevus, ein Mittel gegen Multiple Sklerose, das dieses Jahr bereits über eine Milliarde Franken einspielen soll. Es handle sich um die erfolgreichste Neueinführung der Firmengeschichte. Auch die neuen Krebstherapien Tecentriq, Perjeta und Alecensa sollten den Schaden durch Patentabläufe in Grenzen halten.  

Trotz der auslaufenden Exklusivrechte verdient Roche weiterhin richtig gutes Geld und weist steigende Gewinne aus. Davon profitieren die Besitzerfamilien Hoffmann und Oeri, die das Unternehmen mit 50,1 Prozent der Stimmen und 9,3 Prozent des Kapitals kontrollieren. Die Familie setzt ein weiteres markantes Zeichen ihrer Verbundenheit mit Basel und investiert drei Milliarden Franken in ein neues Forschungszentrum und den Bau eines 205 Meter hohen Bürogebäudes.  

Ganz oben im Konzern werden auch personelle Weichen gestellt: Im Verwaltungsrat zeichnet sich ein Generationenwechsel ab. Der Arzt Andreas Oeri, der die Familie mit André Hoffmann im Roche-VR vertritt, wird nach 24 Jahren auf die Generalversammlung 2020 hin zurücktreten. Sein Sitz soll der 34-jährige Chemiker Jörg Duschmalé übernehmen. Er ist der Neffe von Oeri, der selber keine Nachkommen hat, und der erste Vertreter der fünften Generation im Verwaltungsrat.

(Stand: November 2018)

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