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André Hoffmann

Familien Hoffmann und Oeri

Seit bald zehn Jahren steht Severin Schwan (50) an der Spitze des Pharmakonzerns Roche – Zeit, um eine Zwischenbilanz zu ziehen. Gemessen am Aktienkurs, steht Roche praktisch an gleicher Stelle wie vor zehn Jahren. Der Umsatz, 2007 noch bei 46 Milliarden Franken, hat die Hürde von 50 Milliarden genommen und dürfte dieses Jahr 53 Milliarden erreichen. Der Reingewinn liegt leicht tiefer als vor zehn Jahren, als die goldene Ära von Schwans Vorgänger Franz Humer (71) endete.


Das sind per saldo keine grossen Sprünge. Beklagen können sich die Nachfahren der Gründerfamilien Hoffmann und Oeri, die den Konzern mit 9,3 Prozent des Kapitals und 50,1 Prozent der Stimmen kontrollieren, dennoch nicht. Schwan bescherte ihnen nämlich einen fabelhaften Geldsegen in Form von Dividenden. Die Ausschüttungen steigen Jahr für Jahr und haben sich in den letzten zehn Jahren fast verdoppelt. Allein 2017 flossen der Besitzerfamilie rund 750 Millionen Franken zu. Es dürfte in ähnlichem Stil weitergehen: «Roche ist bestrebt, die Dividende weiter zu erhöhen», heisst es offiziell.

Dank der Tochterfirma Genentech hat sich Roche zum weltweit grössten Entwickler und Hersteller von Krebsmedikamenten emporgeschwungen. Allerdings steckt der Konzern derzeit in der Patentfalle: Gegen Ende 2017 und vor allem ab 2018 verstärkt sich die Konkurrenz für die drei Schlüsselmedikamente Avastin, Rituxan und Herceptin, die zum Teil den Patentschutz schon verloren haben. Zusammen erzielten sie mit 21 Milliarden Franken fast die Hälfte des Pharmaumsatzes. Bereits ist das erste Nachahmerprodukt für den Roche-Umsatzrenner Avastin auf den Markt gekommen.

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