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Familie Kamprad

Familie Kamprad

Konservativer kann ein vorsichtiger Kaufmann kaum investieren: «Wir bleiben weiterhin unseren Grundsätzen treu», gibt der Möbelriese Ikea sein Glaubensbekenntnis zu Protokoll, «nur das Geld auszugeben, das wir bereits verdient haben.» Das waren 2015/16 mehr als 3,2 Milliarden Euro und über vier Milliarden Euro im kürzlich abgeschlossenen, noch nicht testierten Zwölfmonats-Zeitraum. Nebenbei legte die Familienfirma in diesen 365 Tagen mal eben weitere 6,6 Milliarden als sogenannte überschüssige Liquidität auf die hohe Kante. Diese Bilanzposition umfasst inzwischen 21,9 Milliarden Euro. Das gesamte Eigenkapital beziffern die Buchhalter mit 38,9 Milliarden Euro – leicht mehr als ein Jahresumsatz.

Geklotzt haben die Schweizer Nachfahren des jüngst in der schwedischen Heimat verstorbenen Konzerngründers Ingvar Kamprad (91), seine Söhne Peter (53), Jonas (51) und Mathias Kamprad (48), besonders in einem Sektor, den der Patriarch aus ihrer Sicht vernachlässigt hatte: im E-Commerce. Mehr als zwei Milliarden Besuche registrierten die Konzerninformatiker schon auf den Webseiten von Ikea.com – beinahe doppelt so viele, wie leibhaftig in Ikea-Einrichtungshäusern (783 Millionen) und Einkaufszentren (425 Millionen) shoppten.

Investiert haben die Kamprads erneut in erneuerbare Energien. Gute Geschäfte machen sie zunehmend auch mit Geschenkkarten. Ohne es zu ahnen, machen Tausende Ikea-Kunden indirekt dem alten Schweden damit das grösste Geschenk. In der Jahresbilanz notieren die Kassenverwalter «Erträge aus voraussichtlich nicht eingelösten Geschenkgutscheinen» in Höhe von elf Millionen Euro.

 

(Stand: Januar 2018)

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