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Familie Kamprad

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Ikea-Insider und Designprofessor Lars Dafnäs (62) prophezeit eine Revolution im weltgrössten Möbelimperium seines Intimus Ingvar Kamprad (90). Der Inbus-Sechs­kantschlüssel, seit Jahrzehnten Inbegriff der Montage von Ikea-Selbstbaumöbeln, wird bald schon ausgedient haben. Bereits in der Fabrik vormontierte Kunststoffstifte werden die Metallbolzen, -schrauben und -stifte ablösen.

Eine noch bedeutsamere Revolution aber haben die Ikea-Junioren Peter (52), Jonas (50) und Mathias Kamprad (47) – allesamt mit Schweizer Pass – relativ ­lautlos längst vom Zaun gebrochen. Die Sprösslinge des Konzerngründers haben das verschachtelte Firmenkonstrukt mit Schubladen in so ziemlich jeder Steueroase rund um den Globus zersägt, umgebaut und neu verschraubt. Das Hobeln war überfällig, weil der Aufbau des ­Imperiums noch immer auf den Stammvater zugeschnitten war – und der alte Schwede eben jede Verästelung zwischen den Steueroasen Liechtenstein, Luxemburg und den Kaimaninseln aus dem ­Effeff kennt und die Dutzenden Möbelwerkstätten, vor allem in Osteuropa, noch selbst in Betrieb genommen hat.

Doch warum sollte auch der Handelschef Peter Agnefjäll (45) in den mehr als 50 Möbelfabriken in zehn Ländern der Kamprad-Tochterfirma Swedwood mitbestimmen und deren 16 000 Werktätige beaufsichtigen? Als Dirigent in 390 Möbelhäusern in 48 Ländern mit rund 120 000 Mitarbeitern ist Agnefjäll garantiert ausreichend eingespannt; besonders, weil die angekündigte, klotzige Steigerung der Umsätze von zuletzt 33,8 Milliarden auf 50 Milliarden Euro bis zum Jahr 2020 schwer genug zu stemmen sein wird.

 

(Stand: Dezember 2016)

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