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Kamprad Ikea Soehne
Quelle: ZVG

Familie Kamprad

Der Tod des Möbelhändlers Ingvar Kamprad im Januar löste zwar Betroffenheit aus bei der Familie und den 208 000 Mitarbeitenden der Ikea-Gruppe mit ihren fast 39 Milliarden Euro Umsatz. Doch der Patriarch hatte vor Jahren schon in der waadtländischen Wahlheimat seine drei in Epalinges aufgewachsenen Söhne Peter (54), Jonas (52) und Mathias Kamprad (49) an ihre künftigen Aufgaben herangeführt. 

Und das Trio forciert den Vormarsch energischer, als es dem seligen Vorgänger wohl geheuer wäre: 18 neue Verkaufshäuser hat Ikea in diesem Jahr eröffnet, 15 sind für 2019 geplant. Mit Lettland und Indien stehen zwei neue Länder auf der Weltkarte der Kamprads. Speziell auf dem asiatischen Subkontinent haben die Schweizer Nachkommen des alten Schweden ehrgeizige Expansionspläne, sie wollen bis 2025 mindestens 25 weitere Filialen einrichten. 

Bares für Neubauten hortet der Kamprad-Clan in gewaltigen Dimensionen: Auf 21,5 Milliarden Euro beziffern sie «überschüssige liquide Mittel» und geben den Marktwert ihrer zusätzlich «als Finanz-investition gehaltenen Immobilien» mit 9,1 Milliarden an. Den Wert sämtlicher Grundstücke und Gebäude, die der Möbelriese für seine 422 Filialen in 50 Ländern nutzt, testieren Wirtschaftsprüfer mit 18,4 Milliarden. Hypotheken von 2,5 Milliarden fallen da kaum ins Gewicht. 

Für Verwirrung sorgte eine Nachricht aus Schweden über den privaten Nachlass des vierfachen Vaters: Bescheidene 1,24 Milliarden Schweden-Kronen, umgerechnet 146 Millionen Franken, soll der Erblasser im Sparstrumpf gehabt haben. Dabei handelte es sich allerdings nur um die Haushaltskasse, aus der neben den Söhnen auch die (Adoptiv-)Tochter Annika (60) versorgt wird. 

(Stand: November 2018)

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