Den Überblick zu behalten, dürfte dem scheuen Weinfeldner Land­edelmann August Baron von Finck (80) nicht immer leichtfallen. Bisweilen nämlich unterscheidet sich die eine Tochterfirma in seinem ­Besitz nur durch einen Zusatz von einer anderen fast gleichen ­Namens. In der bayrischen Heimat lässt der Vater von vier Kindern zum Beispiel neben einer von Finck’schen Vermögensverwaltung parallel auch eine von Finck’sche Hauptverwaltung und eine von Finck’sche Verwaltung geschäften.

Während die Bilanzsumme bei der vermeintlich reichen Vermögens­verwaltung nicht einmal 10  000 Euro erreicht, strotzt die Hauptverwaltung vor Substanz. Allein der Wert der ausgewiesenen Finanzanlagen hat sich laut dem amtlichen deutschen «Bundesanzeiger» im Vorjahresvergleich auf knapp 564 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Der Jahresüberschuss wird auf mehr als 380 Millionen Euro beziffert. Die publizierten Verbindlichkeiten, ­zuvor noch knapp 80 Millionen ­Euro, schrumpften auf kaum noch wahrnehmbare 15  000 Euro.

Vermögen: 5-6 Milliarden.

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