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Interview 
«Es herrscht eine latente Ausländerfeindlichkeit»

Die Diskussion um die Zuwanderung geht ihm langsam auf den Geist: Fraisa-Chef Josef Maushart. Fraisa

Der Zugang zum EU-Markt sei für hiesige KMUs überlebenswichtig, sagt Fraisa-Chef Josef Maushart. Die Diskussion um die Zuwanderung geht ihm «langsam auf den Geist».

Von Florence Vuichard
07.01.2015

Die Folgen des 9. Februars 2014 gilt bei exportorientierten Schweizer KMU noch immer als ein sehr grosses Problem. «Wir setzen damit das Verhältnis zu unserem wichtigsten Handelspartner aufs Spiel», sagt Josef Maushart*, Chef und Mehrheitsaktionär der Präzisionswerkzeugherstellerin Fraisa AG im Interview mit der BILANZ.

«Die KMUs - die Substanz der Schweiz Wirtschaft - überleben oder sterben mit dem Zugang zu den europäischen Märkten.» Die hochgejubelten Freihandelsabkommen mit zum Beispiel China seien kein Ersatz für die Beziehungen zur EU.

Nervige Diskussion

Zudem geht Maushart, selber deutsch-schweizerischer Doppelbürger, die Diskussion um die Zuwanderung in der Schweiz «langsam auf den Geist». Maushart: «Es herrscht eine latente Ausländerfeindlichkeit. Nicht das Boot Schweiz ist voll, sondern das Fass ist bald voll, von dem, was viele zu ertragen bereit sind.» Die Neigung, wieder zurückzukehren, nehme bei vielen Ausländern zu.

*Josef Maushart (49) ist Chef und Mehrheitsaktionär der Präzisionswerkzeugherstellerin Fraisa AG mit 520 Mitarbeitenden und Sitz in Bellach SO. Zudem ist er Präsident des Industrieverbands Solothurn Inveso und der Volkshochschule Region Solothurn. Der deutsch-schweizerische Doppel- bürger lebt seit 1990 in der Schweiz, ist ver- heiratet und hat drei Kinder.

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