Als bewährte Ausrüster der britischen Royal Navy verstehen sich die Schiffbauer der Devonport ­Royal Dockyard in Plymouth auch auf die Pflege strikter Geheimhaltung. Als «top secret» wird derzeit in der Werft der grösste zivile Auftrag aller Zeiten gehandelt: der Bau einer 96-Meter-Yacht.

Die «Sunday Times» spürte die Auftraggeber trotz Abschirmung auf – den Schweizer Milliardär Ernesto Bertarelli (43) und seine Gattin, die gebürtige Engländerin Kirsty Bertarelli (38). Die Baukosten bleiben unter Verschluss. 150 Millionen Franken werden für derartige nautische Meisterwerke aber schnell fällig. Ab 60 Metern Länge gelten solche Schiffe als Megayachten.

Zu den Top 20 der Weltmeere wird Bertarellis Boot nach dem Stapellauf freilich nicht zählen. Weit vorne liegt ausgerechnet Bertarellis erbittertster Segelrivale, der Oracle-Software-Unternehmer Larry ­Ellison, dessen «Rising Sun» knapp 140 Meter misst. Der Amerikaner bekämpft den erfolgreicheren Schweizer Segler seit Jahren mit allen Mitteln. Im Wettstreit um die berühmteste Seglertrophäe, den America’s Cup, hat Bertarellis Team Alinghi zweimal Ellisons BMW-Oracle-Crew abgehängt.

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