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Diese Chefs lassen sich fürstlich entlohnen

Diese Chefs lassen sich fürstlich entlohnen
Verdient in Europa am meisten: VW-CEO Martin Winterkorn.  Keystone

VW-Chef Martin Winterkorn verpasst mit seinem Lohn die 15-Millionen-Euro-Marke. Topverdiener ist er in Europa trotzdem, verfolgt von gleich fünf Schweizer-CEOs in den Top Ten.

Martin Winterkorn von der Volkswagen AG ist der am höchsten bezahlte Konzernchef in Europa. Ihm folgen die beiden CEOs der Schweizer Cie. Financière Richemont SA, Richard Lepeu und Bernard Fornas. Das geht aus einer Untersuchung des Vergütungsspezialisten HKP hervor.

Demnach erhielt Winterkorn 14,9 Millionen Euro von den deutschen Autokonzern, während der Schweizer Anbieter von Luxusprodukten Lepeu 11,6 Millionen Euro und Fornas 10,0 Millionen Euro erhielten.

Die Studie basiert auf den Geschäftsberichten der Unternehmen, die im Stoxx Europe 50 Index und Euro Stoxx 50 Index vertreten sind, wie HKP weiter auf seiner Internetseite mitteilte.

Die Hälfte der zehn am höchsten bezahlten Konzernchefs arbeitet bei Schweizer Unternehmen: Joseph Jimenez von Novartis AG, Sergio Ermotti von der UBS Group AG und Severin Schwan von Roche Holding AG rangieren auf den Plätzen vier, sechs beziehungsweise neun.

CEO-Vergütungen steigen wieder

Der Studie zufolge ist die durchschnittliche CEO-Vergütung in Europa 2014 um vier Prozent auf 5,8 Millionen Euro gestiegen. Es ist die erste Erhöhung nach zwei Jahren mit Rückgängen.

Die vier am höchsten bezahlten Verwaltungsratsvorsitzenden arbeiten alle bei Schweizer Konzernen und werden von Peter Brabeck-Letmathe angeführt, der von der Nestlé SA 5,93 Millionen Euro erhielt. HKP zufolge ist ein Verwaltungsrat in der Schweiz ein Vollzeitjob mit Geschäftsführungsaufgaben, während es sich in anderen europäischen Ländern eher um eine Aufsichtsfunktion handelt.

Nestlé hatte die Vergütung von Brabeck im vergangenen Jahr um fast zehn Prozent gekürzt, da er einige Aufgaben an den CEO Paul Bulcke abgab, wie aus dem Geschäftsbericht des Konzerns hervorging.

(bloomberg/jfr)

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